On the road again

Ja, ich würde lieber Erfolge vermelden, aber wem soll ich hier etwas vormachen? 

Natürlich gibt es diese Superfrauen, die eine Diät beginnen und drei Monate später zwölf Kilo leichter und zwei Konfektionsgrößen kleiner sind. So eine wollte ich diesmal auch sein. Grummel, grummel, schäm. Tatsächlich gibt es wohl viel mehr von meiner Sorte, die auf dem harten Weg zu weniger Gewicht auch mal straucheln. Bevor der Jojo-Effekt aber mit seinem unbarmherzigen Wesen zuschlägt, gilt es schleunigst die Bremse zu ziehen. 

Zum Glück funktioniert auch bei e-Balance ein Neuanfang mit einem simplen Klick. Von Stund an heißt es wieder Protokolle schreiben: Was in den Mund wandert, wird schriftlich festgehalten. Diese einfache Krücke empfinde ich als unglaublich wirksam.

Einziges Problem: Wie dosiere ich mein Sportprogramm so, dass mir Kreuzschmerzen erspart bleiben? Du meinst, ich sollte mal einen Arzt aufsuchen? Wie wahr. Leider gibt es um die Ecke nur einen dämlichen Orthopäden und einen, bei dem der nächste Termin erst in sechs Wochen zu haben ist. Außerdem hat der kompetente Doc mich letztesmal beschimpft, weil ihm meine Krankenkasse nicht zusagte.

Ein bisschen bin ich schon Fahrrad gefahren und morgen klettere ich wieder auf mein Laufband. Ganz easy, 30 Minuten flott gehen und Schluss. Haltet mir die Daumen!

Nächste Woche bin ich in Paris, kann aber bei Baguette und Croissant gut nein sagen. Mal sehen, wie es ansonsten läuft. Das Hotel liegt außerhalb im Grünen und bietet einen Fitness- und Spabereich. Sollte ich im Disneyland bei rosa Zuckerwatte oder in einem feinem Gourmettempel schwach werden, schwimme ich halt ein paar Extrabahnen. 

On the Road Again.

Köln, 16:53, der ICE hält. Drei-Wetter-Ta… Sorry, falscher Film.

Köln, 16:53, der ICE hält, nichts wie rein, Notebook und UMTS-Karte ausgepackt, Power-Knopf gedrückt, Paßwort eingegeben, dann erst mal in Ruhe Sakko aus und Koffer verstaut

Köln, 16:54, der ICE fährt (pünktlich, muß ja mal gesagt werden) los. Connection Manager an, schnell den UMTS-Starten Knopf gedrückt

Köln, 16:55, der ICE fährt langsam aus. Gott sei Dank. Vielleicht reichts noch, schnell in Outlook den “Senden/Empfangen”-Knopf gedrückt.

Köln, 16:55, schneller Blick in die Statuszeile von Outlook. Oh Gott, 25 Mails, 3,5 MB – hoffentlich reicht das noch.

Köln, 16:57, der ICE immer noch in Schleichfahrt, 11/25 Mails heruntergelanden. Weiter Schleichfahrt, vielleicht klappts.

Köln, 16:58, der ICE nimmt Fahrt auf, 17/25 Mails heruntergeladen. Oh, oh.

Köln, 16:58, der ICE verlässt die Stadtgrenzen, 23/25 Mails heruntergeladen. Das blaue Licht wird rot und blickt. Sch…ade.

Siegburg/Bonn, 17:08, der ICE auf Anfahrt in den Bahnhof, das blaue Licht ist wieder blinkend da. Hab schon drauf gewartet. Schnell UMTS wieder starten.

Siegburg/Bonn, 17:10, der ICE fährt in den Bahnhof ein, die UMTS-Verbindung steht. Schnell in Outlook den “Senden/Empfangen”-Knopf gedrückt. 27 Mails, 3,5 MB.

Och nee. Verbindung zum Mailserver wurde um 16:58 Uhr, knapp hinter der Kölner Stadtgrenze nicht ordnungsgemäß beendet. Alles von vorne und doppelt im Posteingang.

Siegburg/Bonn, 17:10, soll ich das Risiko nochmal eingehen? Ist ja nicht so gross, dieses Siegburg/Bonn. Warten bis Frankfurt/Flughafen…

On the Road again. Deutschland, Ende Juni 2006.

P.S.: Sollte dieser Beitrag vor 21:00 Uhr veröffentlicht sein, dann hats in Frankfurt mit dem Internet geklappt und die Seiten waren schnell genug aufgebaut. Schaun mer mal.

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  1. Sogar 17:44 Uhr – Glückwunsch 😉

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