Ohne Halt – Fotoausstellung von Gamma

Auf sehr unterschiedliche Art und Weise haben sich die Mitglieder des von Peter Gold begründeten und geleiteten Frankfurter Arbeitskreises dem Thema "Ohne Halt" genähert. Von abstrakten Fotokompositionen bewegter Lichtpunkte bis hin zu gegenständlichen Fotografien, die zwar eine Geschichte zu erzählen vermögen, deren Anfang und Ende allerdings ebenso unklar bleiben, wie bei allen Fotos der ausstellenden Foto-KünstlerInnen.

Es gibt keinen unerschütterlichen, festen Halt beim Versuch, hinter die Dinge zu sehen, denn auch der fotografische Blick auf einen Gegenstand, eine Situation zeigt letztlich doch immer nur deren Oberfläche. Gleichzeitig ist dieser fotografische Blick ein vergangener Ausschnitt aus dem sich ständig ausbreitendem, haltlosen Raum-Zeit-Kontinuum, dem sich die Mitglieder von Gamma sehr individuell und ästhetisch ansprechend angenähert haben. Daß die Bilder dann noch in einem modernen Campanile, der seine puritanische Betonbauweise nicht versteckt, im Aufgang zur Zeit schlagenden Glocke ausgestellt werden, bestärkt bei den BetrachterInnen das Gefühl eigener Haltlosigkeit.

ffm - gamma
Ein interessantes Ausstellungsprojekt von Gamma, das täglich noch bis zum 14. Oktober von 18.00 bis 20.00 Uhr im Glockenturm der Frankfurter Wartburgkirche besichtigt werden kann, der Eintritt ist frei. Die Finissage findet am 14. Oktober um 18.00 Uhr statt, da sind dann auch alle FotografInnen anwesend und freuen sich auf 'haltlose' Diskussionen mit den BesucherInnen.

Fotos und Impressionen der Vernissage vom 30. September im fotoreport:
fotoreport: Gamma-Fotoausstellung "Ohne Halt" (01)
fotoreport: Gamma-Fotoausstellung "Ohne Halt" (02)

Homepage: www.gamma-online.net

Keine Meinungen

  1. Beim Googlen bin ich auf diesen Beitrag gestoßen und möchte anmerken, dass ich die Ausstellung damals sehr genossen habe und teilweise sehr nachdenkliche Werke bewundern durfte. Als professioneller Fotograf nimmt man sich bedauerlicherweise zu wenig Zeit, um der Fotografie als Hobby nachzugehen. Schade eigentlich!LG aus MönchengladbachMirza M. Oezoglu

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