No-Go-Area für Badehosen

Damit das kroatische
Anstandsgefühl nicht weiter verletzt wird, richtet die Stadtverwaltung von
Vrbnik das historische Stadtzentrum zur „Keuschheitszone“ ein, meldet die
Deutsche Presseagentur (dpa). Die engen Gassen dürfen ab sofort nur noch
anständig bekleidet betreten werden, d.h. keine Badehose oder Bikini. Entsprechende
Hinweisschilder an den Ortseingängen würden so gestaltet, dass sie für jeden
ausländischen Touristen verständlich seien, so dpa.
 
Ist ja auch wahr. Da sitzt der nichts ahnende Vrbnikianer und will
seinen Nachmittagssnack genießen und dann schwabbelt ein Touri in Badehose
vorbei. Da vergeht einem der Appetit. Und an dem kühlen Getränk verschluckt der
Arme sich, als die dazugehörige Gattin in knappem Bikini vorbei tänzelt. Das
ist natürlich ein Fall für die katholische Kirche, dem Initiator der
„Keuschheitszone“.
 
Ganz ungewohnt: Bisher ist noch keine Strafe für Verstöße
vorgesehen. Andere Urlaubsländer bitten ihre Urlaubsgäste schneller zur Kasse.
Angesichts der bevorstehenden Sommersaison löste das Verbot heftige
Diskussionen entlang der Adriaküste 
aus.    

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