Nachtrag Weißrußland: Wo sind die deutschen Medien?

Das weißrußische blog br23 wies schon gestern
auf eine Diskrepanz in der Berichterstattung hin. Während das Thema bei CNN
ganz oben auf der Agenda steht, spielt es in Europa, und speziell in Deutschland,
kaum noch eine Rolle. Das ist leider wahr, schade und traurig!

 
Schaut man sich die online
Ausgaben der deutschen Tageszeitungen von heute an, muss man das Thema
Wahlfälschung in Weißrußland regelrecht mit der Lupe suchen! Allein FAZ, Netzeitung 
und (die aus der Schweiz stammende)  NZZ weisen Berichte an prominenter
Stelle aus. Kaum etwas dagegen im ehemaligen „Sturmgeschütz der Demokratie“
(SPIEGEL) und den anderen großen
deutschen Zeitungen.
 
Traurig.

2 Meinungen

  1. Das liegt dann wohl am Nachrichtenwert. Ich darf zitieren: “Wichrtige Nachrichtenfaktoren, die den Nachrichtenwert eine berichteten Ereignisses erhöhen, sind: die kurze Dauer des Gechehens, möglichst als abgeschlossene Episode; dessen räumliche, politische und kulturelle Nähe zum Betrachter; der Überaschungswert der Information im Rahmen schon eingeführter bekannter Themen; die Konflikthaftigkeit des Ereignisses, großer Schaden oder besondere Erfolge und Leistungen.” (Thomas Meyer “Mediokratie”).Abgesehen von der Konflikthaftigkeit des Ereignisses kann ich hier keinen besonderen Nachrichtenwert mehr entdecken, zumal sich die Demonstrantenzahlen auch verringern. Daher finde ich sollte die Frage auch eher lauten, warum die FAZ, nachdem sie gestern ausführlich auf der Titelseite mit Weißrussland aufgemacht und die gesamte zweite Seite auch für das Thema verwendete, dies heute schon wieder tut. Es sind dem Artikel keinerlei neue Informationen zu entnehmen. Und einige Sachen wurden zum Teil falsch wiedergegeben. So konnte man heute lesen, dass die Botschafter, die Demonstra<nten moralisch unterstützen wollten. Im Fernsehen äußerten sich die Botschafter gestern allerdings noch anders. Dort hieß es, es sei ihr Job sich ein Bild von der Lage zu machen, sie wollten sehen, ob das Recht auf freie Meinungsaäußerung gewährt wird, und sie mussten einräumen, dass dies tatsächlich geschah.

  2. nten moralisch unterstützen wollten. Das stimmt allerdings nicht. In den Tagesthemen sagten die Botschafter, dass es ihr Job ist, sich über die Lage zu informieren. Sie wollten lediglich prüfen, ob das Recht auf freie Meinungsäußerung eingehalten wird, und dies mussten sie sogar bestätigen.

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