Nachrichten aus Afrika sind meist schlechte Nachrichten ? leider auch diesmal

Mit dieser „Selbstzensur" wollen sie gegen die Maßnahmen protestieren, die kürzlich in Kraft traten. So dürfen Zeitungen nur noch nach Zustimmung der Zensoren erscheinen. Radiosender müssen ihr Programm vor Ausstrahlung ebenfalls vom Zensor genehmigen lassen. Bei Live Sendungen die gegen die Zensurbestimmungen verstoßen, drohen empfindliche Geldstrafen.

Präsident Diktator Idriss Deby stützt sich bei seinem Vorgehen auf den letzten Monat verhängten Ausnahmezustand. Durch die praktische Aufhebung der Presse- und Meinungsfreiheit sollten weitere Spannungen in dem ohnehin instabilen Land verhindert werden, so die offizielle Begründung.

Zwar wird der Tschad insbesondere durch den Konflikt in Darfur im Nachbarland Sudan immer stärker belastet, jedoch könnten diese Schwierigkeiten ein willkommener Vorwand sein, die Opposition endgültig auszuschalten. Deby (Spitzname „Wüstencowboy") erwarb sich noch unter dem früheren Diktator Habre den Ruf eines Hardliners. Nach dem er bei Habre in Ungnade fiel, stellte er binnen Wochen eine eigene Armee auf und übernahm selbst die Macht. Durch manipulierte Wahlen sicherte er sich selbige bis heute.

Eifrige Unterstützung erhält er dabei von Frankreich. Doch auch die USA und China mischen mit im Tschad , der übrigens auch Erdölvorkommen besitzt.    

So traurig es klingt, letzten Endes ist die Abschaffung der Pressefreiheit nur ein weiteres Anziehen der Daumenschrauben, („The government subsequently banned gatherings of more than 20 people […]."). 

Die allermeisten Bewohner des Tschad wird jedoch selbst dies nicht weiter interessieren, denn der Großteil der Bevölkerung hat andere Probleme. Für sie geht es ums nackte Überleben: 80 Prozent der Menschen leben in bitterster Armut. Das Land befindet sich auf Platz 173 (von möglichen 177) auf dem Human Development Index der UN.

Aber so etwas hat Diktatoren ja noch nie interessiert. 

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