Mit Jaguar beim Oldtimer Grand Prix 2017

Alle Jahre wieder trommelt der AvD zum Oldtimer Grand Prix an den Nürburgring, und diesmal waren dank einer Einladung von Jaguar auch mit von der Partie. Wichtigstes Utensil: Ohrenstöpsel, ansonsten folgt dem automobilen Genuss leicht temporärer Tinnitus.

Regnerisches Eifelwetter tat dem Spektakel keinen Abbruch: Die Demonstrationsläufe wie etwa der der Slowly Sideways Rallye-Truppe oder der des 70-jährigen Ferrari-Jubiläums wurden ohnehin ohne Messer zwischen den Zähnen gefahren, und bei den Rennen übertrieben es die Piloten der lautstarken Boliden eben nicht. Ob nun historische Grand Prix-Renner, leichte Formelfahrzeuge oder das beste aus der DTM – wer bei dem Dröhnen, Fauche, Grollen, Kreischen keine Gänsehaut bekam, musste taub oder Elektroauto-Verfechter sein. Wer gewonnen hat? Wen kümmert’s, dabei sein und Spaß haben ist viel wichtiger. Das heißt aber nicht, dass beim Oldtimer Grand Prix gebummelt wurde. Ihren Job hinter Steuer nahmen die tollkühnen Männer und Frauen in ihren oftmals feuerspeienden Kisten definitiv ernst.

Alte und neue Jaguar Modelle in Harmonie vereint

Die großzügig angelegte Jaguar Hospitality erfreute sich großen Zulaufs. Neben Speis und Trank lockte eine umfangreich Auswahl aktueller und historischer Modelle wie der neue XF Sportbrake, der F-TYPE SVR oder Range Rover Sport SVR im changierenden Perllack respektive E-TYPE, XKSS der kürzlichen Nachfertigung oder das Range Rover-Urmodell. Zu feiern hatten die Briten auch etwas, ihr Supersportler Jaguar XJ 220 hatte das erste Vierteljahrhundert voll gemacht und wurde von reichlichen Gratulanten umlagert. Zudem nutzte man die Möglichkeit, auf die Classic-Abteilung hinzuweisen, die nicht nur Service-Arbeiten und den Verkauf hochkarätiger Veteranen sowie diverser schwierig zu beschaffender Ersatzteile übernimmt, sondern auch hoffnungsvollen Klassikern zu neuem Glanze verhilft.

Traumautos auf und neben dem Nürburgring

Auch andere Hersteller mit sportlichem Hintergrund waren beim Oldtimer Grand Prix 2017 vertreten, sei es nun Porsche, Alfa Romeo, Skoda, Volvo oder Ferrari. Zwischendrin Anbieter aller möglichen wie auch unmöglichen Devotionalien und zig Zelte, in den fleißig an rasanten Kisten verschiedenster Epochen geschraubt und geprüft wurde. Clubs waren freilich auch zugegen, gern auch etwas exklusiver – wie wäre es denn mit gleich drei Bizzarini GT nebst farblich wie zeitlich passendem Transporter? Oder einem Oeuvre der deutschen Spezialitätenküche Isdera? Dazu natürlich Ford, BMW, Opel und Mercedes in Massen, garniert von Austin-Healey, Maserati, Lola, Chevron, Cobra, Rover oder Simca. Und, und, und. Große Klasse: Mit dem regulären Ticket war es kein Problem, in Fahrerlager und Boxen mit Eignern und Mechanikern in Kontakt zu treten.

Der Besuch vom Oldtimer Grand Prix ist schwer zu empfehlen

Auch tausenden Gästen hatte die für die Grüne Hölle nicht unübliche Witterung keinen Strich durch die Rechnung gemacht; manche blieben unter der überdachten Tribüne der Start-Zielgeraden des Nürburgrings, andere zogen die Regenhaut an oder spannten den Schirm auf. Schon in den Tagen zuvor wimmelte es rund um den Nürburgring nur so von altem Blech und neuen Dynamikern, allein die Parkplätze boten Oldiefans vielfältiges Anschauungsmaterial. Und im nächsten Jahr? Da beehren wir die dreitägige Vollgasparty gerne wieder. Für Jaguar wünschen wir uns, dass einfach mehr Fahrzeuge die durchaus ruhmreiche Vergangenheit von Sir William Lyons Lebenswerk auf der Piste aufleben lassen. Wer würde nicht gerne zum Beispiel eines von Tom Walkinshaw heißgemachten XJS-Coupés hören und sehen? Oder einen XJR?

Bilder: ©Arild Eichbaum

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