Medikamententester werden: Wie macht man das und welches Risiko bringt das mit sich?

Medikamententester scheint ein Job zu sein, bei dem man schnell und einfach Geld verdienen kann. Schaut man unter diesem Stichpunkt bei Google nach, schreien einem die Angebote en masse entgegen, es ist verlockend. Wie genau stellt man es nun an, zu dieser Einkunftsquelle vorzudringen, was sollte man beachten und ganz wichtig: Gibt es Risiken?

Medikamententester werden: Darauf sollten Sie achten!

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Risiken abwägen

Bevor man der Verlockung erliegt, schnell und relativ unkompliziert Geld verdienen zu wollen, sollte man sich eingehend mit den möglichen Risiken auseinandersetzen. Zwar gibt es in Europa strenge Richtlinien für das Testen von Medikamenten an Menschen. In Deutschland überprüft das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die klinischen Test. Ca. 2.100 Anträge gehen dort jährlich ein, knapp 2% davon werden als zu gefährlich abgelehnt. Nach EU-Recht muss jede Studie von einer Ethikkommission bewertet und von einer Behörde genehmigt werden. Bei neuen Wirkstoffen ist das Risiko größer, unangenehme bis gesundheitsschädigende Nebenwirkungen zu erleiden, als bei Tests an bereits bekannten Wirkstoffen. Selbstverständlich reagiert jeder Mensch anders, es gibt letztendlich keine Gewissheit über die Folgen.

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Welche Voraussetzungen sind notwendig?

Das ist eine Frage, die ebenfalls nicht eindeutig zu beantworten ist. Schließlich wird so vieles erprobt, dass es beispielsweise gut ist, wenn man Diabetiker ist oder eben nicht gut. Manchmal ist es wichtig, rundum gesund und fit zu sein, manchmal werden Übergewichtige gesucht, ein anderes Mal Menschen mit Depressionen. Es kommt also ganz und gar auf den Zweck der Studie an, man muss einfach losgehen und sich bei den entsprechenden Institutionen erkundigen, wen sie als Medikamententester suchen.

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Wohin wendet man sich am besten?

Jedes größere Pharma-Unternehmen, Universitäten oder Kliniken sind geeignete Ansprechpartner. Auf keinen Fall sollte man sich auf dubiöse Vermittler einlassen, die gern Geld für das Vermitteln von Testpersonen entgegen nehmen. Denn dieser Job läuft genau anders herum: Es gibt Geld, Aufwandsentschädigungen, freie Kost und dergleichen. Hier kann man sich über Anbieter von Tests und Studien informieren. Auf jeden Fall sollte man bei den Verhandlungen darauf achten, dass man vom jeweiligen Unternehmen versichert wird, so dass man bei eintretenden Krankheitsfällen für die notwendige medizinische Versorgung abgesichert ist. Eine intensivmedizinische Betreuung muss ebenfalls gegeben sein.

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Wie hoch sind die Verdienstmöglichkeiten?

Wieder eine Frage, die nicht pauschal zu beantworten ist. Als Medikamententester kann man offensichtlich gut mit einem Mal 3.000,- Euro verdienen oder einige hundert Euro. Das hängt von der Studie, dem Risiko und der Länge der Studie ab. Begibt man sich für einige Wochen in eine Klinik, ist der Verdienst meist höher, als wenn es sich um eine ambulante Beteiligung handelt.

Tipps und Hinweise

  • Es scheint, als wäre es wie bei einer anstehenden Ehe, will man sich als Medikamententester verdingen: drum prüfe, wer sich ewig bindet.
  • Im Internet kommt man als erstes auf viele Seiten, die eventuelle Risiken herunterspielen. Erst auf den späteren Seiten erfährt man auch von eher harschen Fällen. Wichtig ist: Man sollte sich vorher unbedingt genauestens informieren und mögliche Risiken gründlichst recherchieren.

2 Meinungen

  1. Bin selber so ziemlich mittelloser Student und bedanke mich hiermit für den Artikel. Habe mich schon immer gefragt, was zu beachten ist und an wen man sich wendet, wenn man plant an einer Studie teilzunehmen.

  2. mein kumpel macht das auch. er ist student und verdient sich so etwas “auf die schnelle” nebenbei und kann so halt sein studium mitfinanzieren. das muss jeder für sich entscheiden und gut überlegen. ich glaube für mich wäre das nichts…

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