Leica S2 – Endlich eine Spiegelreflexkamera vom Traditionshersteller

Die Kamera ist im Mittelformatsektor angesiedelt, der Body aber ist nur so groß wie bei einer Kleinformatkamera. Der 30 x 45 mm große Sensor ist also fast so groß wie der Kamerakörper und kann 37,5 Megapixel auflösen.

Der Witz an der Kamera sind denn auch die kompatiblen Objektive. Auf die ist Leica ganz besonders stolz, weil deren Lichtstärke im Mittelformatsektor konkurrenzlos ist.

Spritzwasser- und Staubschutz sind Standards, da muss man nicht drüber schreiben. Noch was Neues – zumindest für Leica – ist der Autofocus. Was auf der IFA von Sony, Phillips und Co in Perfektion präsentiert wurde (erinnert sich einer an diese hoch- und runterfahrenden Pappmänner direkt von der Jahrmarktsbude) ist für Leica direkt revolutionär.

30.000 Euro – für eine Kamera ist das eine ganze Menge. Die Frage ist auch, was hat die Leica S2, was die Konkurrenz nicht hat? Nun, zum einen ist das verwendete System einmalig – dadurch bleibt der Preis für die gebotene Sensorauflösung relativ niedrig. Zum anderen hat Leica Partnerschaften mit Kodak und Fuji abgeschlossen, so dass die Kamera in Sachen Kompabilität und Customizing – siehe Objektive – ebenfalls Freude bereiten dürfte.

Ich wollte jetzt anschließen mit dem, was von Leica in Zukunft noch so zu erwarten ist. Schließlich steht bald die Photokina in Köln vor der Türe und man würde ja denken, dass so ein Unternehmen da schon mal die Fans heiß macht. Pustekuchen. Das einzige, was ich gefunden hab, war dieser Thread, in dem darüber gejammert wird, dass Leica keine näheren Infos rausgibt. Wir müssen uns also damit begnügen, von der S2 zu träumen.

14 Meinungen

  1. Eine Leica? Die hätte ich auch gerne …http://www.jeder-tag.de

  2. Muss sowas eigentlich sein??macht nicht der fotograf das foto??Wer macht das Foto?

  3. Ich denke, das ganze wird ein Misserfolg, da es weder Fisch noch Fleisch ist. Die Kamera hat nicht die Auflösung der „ganz großen“, und sie ist zu langsam für die „kleinen“. Gut, die Optiken werden Referenzklasse sein, aber wer benötigt für die Reportage >20 MP, und wer in den High-End Studios <40Mp?

  4. …den preis finde ich für das system etwas teuer, da gibt es im mf-bereich günstigere sachen in gleicher Quali.

  5. Tja, das ist wieder ein klassischer Fall von: „Trend verpennt …“ – wer sich in der Preisklasse eine Leica zulegt, der muss wirklcih ein großer Fan sein. Ich empfehle – aus Erfahrung – die Hasselblad mit 31Mio Back. Preis/Leistung ist absolut Oberklasse und die Bildqualität absolute Referenzklasse! Kostet auch lediglich knappe 10.000,00 EUR. Die haben sehr viel am Preis gemacht.

    LG
    M.

  6. Der Preis ist ja mal der Hammer. Im Ernst, da machens doch andere, nicht so teure Produkte auch – günstigere Produkte haben mitunter sogar bessere Quali als die. Ich hab das Gerät zwar noch nicht in der Hand gehabt, bin aber kaum begeistert davon.
    gruß

  7. Also der Preis verschließt normalverdienenden Leuten ja wohl diese Möglichkeit. Es steht aber auch die Frage im Raum, ob man wirklich so ein teures Gerät braucht, um gute Fotos zu machen. Gib einem Künstler eine billige Kamera und er macht dir immer noch richtig schöne Fotos.

  8. @ Sara: leider ist es mit „Kunst“ alleine nicht getan. Viele Stockarchive und/oder Agenturen brauchen die Bilder meist in der größtmöglichen Auflösung. Deshalb ist jeder professioneller Fotograf mehr oder weniger gezwungen in solches Equipment zu investieren. Mit Sicherheit ist eine Canon 5D ebenfalls sehr gut, aber bei den Tradiditionsherstellern merkt man dann aber doch ncoh den Qualitätsunterschied.

  9. Als Leicaner kann ich nur sagen: Die beste Referenz für dieses Format ist zurecht die Hassi mit 31 MP.

    Gruß

  10. Meiner Meinung nach benötigt man solche Kameras nur für Leute, die auf größer, schneller, besser stehen. Für 95% der Anwendungen ist das wie mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen.

  11. Hans-Joachim Brunk

    Ich habe die Kamera schon in der Hand gehabt und muß sagen, sie ist deutlich schwerer und größer als eine Canon EOS 1Ds, ebenso die Objektive, aber handlicher als eine Hasselblad. Sie eignet sich m.E. nicht für den Journalisten, wohl aber für das Studio und den künstlerisch engagierten Photographen bei Landschaft oder Architektur etc., obwohl ein T/S-Objektiv noch nicht angekündigt ist. Für den Amateur eignet sich diese Kamera m.E. nicht – außer zum Angeben. Das Sucherbild ist phantastisch und verführt dazu, bedächtig und genau zu „komponieren“. Die Kamera liegt sehr gut in der Hand.

  12. 30.000$ nicht euro
    sind also 20.000€
    denke die handlichkeit wird ein kaufsargument sein

  13. Also Leica an sich finde ich schon spannend. Aber wenn es um Sensorgröße geht, würde ich dann doch eher gleich auf Mittelformat setzen. Hasselblad hat ja jetzt ein paar unschlagbare Angebote am Markt. Da könnte man schon ins Grübeln kommen.
    Für Leica freut es mich, dass sie die Kurve zu digital offensichtlich noch gekriegt haben.

  14. Bilder kostenlos

    Die Sensorgröße würde mich reizen. Preis und Gewicht schrecken mich ab.

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