Kino

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Nahezu jede Großstadt und auch die meisten kleinen Orte verfügen über ein Kino. Worin der besondere Reiz eines solchen liegt, lässt sich durch einen Blick in die Geschichte des Kinos beantworten: Die Idee, bewegte Bilder öffentlich aufzuführen, geht auf Auguste und Louis Lumière zurück. Die beiden Brüder präsentierten in ihrem „Cinématographe“ kurze Sequenzen, die zunächst nichts weiter zeigten als alltägliche Begebenheiten; bei den Zuschauern aber dennoch für grenzenloses Erstaunen sorgten. Um möglichst viele Interessierte an den spektakulären Vorführungen teilhaben lassen zu können, entstand um die Apparatur herum bald das erste „Lichtspielhaus“ – dessen Vorbild zunächst hauptsächlich in den USA viele weitere folgten. Ihre Ausstattung war den bereits bekannten Theater- und Opernbühnen nachempfunden und liefert eine mögliche Erklärung dafür, warum auch die modernsten Kinos ihre Leinwände noch immer hinter Vorhängen zu verbergen pflegen.

Vom stummen Filmchen zum tönenden Film
Im Zuge stetig länger und inhaltlich anspruchsvoller werdender Werke entwickelte sich von Europa aus der Beruf des Film-Schauspielers, der einige Personen zu regelrechten Leinwand-Helden machte. Ab dem Ersten Weltkrieg verlagerten sich Kinoproduktionen jedoch zunehmend nach Amerika, wo die wirtschaftlichen, räumlichen und meteorologischen Bedingungen vielfältigere Möglichkeiten zur Umsetzung von Ideen boten. Die fortschreitende Technisierung erlaubte außerdem den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm sowie die Nachcolorierung einzelner Aufnahmen.

Von Ehrungen und Verehrungen
Um die Leistungen der nunmehr populär gewordenen Filmbranche auch nach außen würdigen zu können, wurden besondere Verdienste fortan mit einer besonderen Auszeichnung – dem bis heute bekannten Oscar – gewürdigt. Die Verleihung der nur wenige Zentimeter großen, goldfarbenen Figur gilt sowohl unter Fachleuten als auch unter Kinofans als Qualitätsmerkmal für herausragende Regie-, Schauspiel- oder Technikarbeit. Wahren Cineasten ist sie allerdings ein Gräuel: Sie verlassen sich in ihrem Urteil lieber auf persönliche Eindrücke und meiden das Lesen von Inhaltsangaben oder Vorab-Besprechungen. Ausdruck dessen ist die Vorliebe für so genannte Sneak-Previews – Filmvorführungen, bei denen den Besuchern bis zu Beginn weder Titel noch Inhalt bekannt sind.

Die Wunder moderner Technik
In Zeiten immer ausgefeilter werdender Kinotechnik überraschen viele solcher Streifen den ahnungslosen Zuschauer durch verblüffende Effekte. So machen Digitalisierung und Computer täuschend echte Landschaftsbilder, Action-Sequenzen oder Retuschen möglich. Im Gegensatz zu früheren Filmaufnahmen müssen Schauspieler und Crew nicht mehr zwingend am Ort der Handlung drehen, sondern agieren vor Green-Screens, die das nachträgliche Einfügen von Hintergründen oder Spielszenen erlauben. Und als wäre das nicht schon Wunder genug, fühlen sich Kinobesucher durch Spezialaufnahmen wie 3D förmlich in den Film hineingesaugt und erleben die Abenteuer ihrer Leinwand-Helden scheinbar hautnah mit.

Anhaltende Begeisterung
In diesem Punkt gleichen heutige Kino-Erlebnisse den Eindrücken der ersten Filmvorführungen beinahe aufs Haar. Sie versetzen den Zuschauer in ebensolches Erstaunen wie die Besucher des Lumière’schen Cinématographen und entführen ihn in eine Welt, die es so nur an einem einzigen Ort geben kann: im Kino.

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