Kino: 23 Versionen von James McAvoy in „Split“

Autor und Regisseur M. Night Shyamalan kennt das Auf und Ab des Kinogeschäfts: Nach seinem Überraschungshit „Sixth Sense“ (1999) wurde der gebürtige Inder als neues Wunderkind gepriesen. Ein paar Flops („The Village“, „The Happening“) später stand er auf dem Abstellgleis; Shyamalans Masche, die Story mit einem Überraschungstwist am Ende auf den Kopf zu stellen, galt schnell als ausgelutscht.

Kino: 23 Versionen von James McAvoy in „Split“

Comeback von M. Night Shyamalan

Nun aber meldet sich Shyamalan zurück – und wie: Sein neuer Thriller „Split“ (jetzt in den Kinos) spielte am Startwochenende in den USA rund 40 Millionen US-Dollar ein, ein mehr als respektables Ergebnis. Und: Auch die Kritiker zeigen sich überwiegend angetan von dem Psychothriller beziehungsweise von dessen Hauptdarsteller James McAvoy.

McAvoy („Abbitte“) glänzt hier als Kindesentführer. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, oder besser gesagt: die dreiundzwanzigstel Wahrheit. Denn Kevin, der drei weibliche Teenager in seine Gewalt bringt, ist nur eine von 23 Persönlichkeiten, die im selben Körper wohnen. Der Mann leidet an einer dissoziativen Identitätsstörung. Und eine vierundzwanzigste Persönlichkeit soll sich demnächst manifestieren. Mehr von der Story zu verraten, würde den „Split“-Spaß deutlich verringern, denn auch hier arbeitet Shyamalan mit vielen Finten und doppeltem Boden.

Festzuhalten bleibt jedenafalls, dass „Split“ – absurde Prämisse hin, Logiklöcher her – deutlich besser unterhält als die vorherigen Shyamalan-Filme. Und James McAvoy geht in seinen Rollen sichtlich auf.

Bildquelle: Screenshot von YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=ROVc_47FUD8)

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