Inside S04 ? 30 Minuten reichen gegen Bayern nicht

Die Überraschung kam schon vor dem Anpfiff. Es gab einen Torwartwechsel. Statt Frank Rost stand Manuel Neuer im Tor. Gründe dafür wurden bisher nicht bekannt. Die Fans hatten, wie vor dem Spiel angekündigt, ein Schweigegelübte für 19 Minuten 04 Sekunden abgelegt. Nach der sehr schönen Vorarbeit durch Gustavo Varela, erzielte Peter Lövenkrands das verdiente 1:0. Die Fans jubelten, waren aber danach weiter ruhig. Als die ominöse 19. Minute kam, begannen sich die Fans mit rhythmischem Klatschen aufzuwärmen. Dann war die Kulisse da. Und nach genau 19 Minuten und 07 Sekunden erzielte Levan Kobiashvili mit einem Hammerschuss das 2:0. Oscarverdächtiges Timing. Die königsblaue Welt war in Ordnung.

Nach den üblichen 30 Minuten hörten die Knappen auf zu spielen. Die Bayern kamen mehr ins Spiel. In der 34. Minute erzielte Roy Makaay das 2:1 für die Bayern. Allerdings wurde es wegen vermeintlichem Abseits nicht anerkannt. Nach einer Ecke in der 45. Minute, die Manuel Neuer Richtung Strafraumgrenze abwehrte, zog Ottl ab und der Ball geht an der Schalkern vorbei zum 2:1.

Nach der Pause kamen die Bayern sehr wach und konzentriert aus der Kabine. Die Schalker Schlaftabletten kassierten sofort den Ausgleich durch Roy Makaay, der am Strafraum zwei Blaue stehen lies und trocken den Ball versenkte. Danach neutralisierten sich beide Teams wieder, wobei Schalke engagierter war und noch zu der ein oder anderen guten Chance kam. Marcelo Bordon musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn kam Tim Hoogland. Nach 19-monatiger Verletzung kam Christian Pander für Dario Rodriguez. Ihm merkte man noch stellenweise die lange Pause an. Aber das wird wieder. Die Liga und Jogi Löw können sich auf einen jungen und talentierten Nachwuchsspieler freuen. Warum für Gustavo Varela, dem besten Schalker an diesem Tag, Hamit Altintop eingewechselt wurde, bleibt das Geheimnis von Mirko Slomka.

Was lernen wir aus diesem Spiel? Kein Ahnung. Dazu fällt einem nichts mehr ein. Mit diesem Unentschieden bringt sich Mirko Slomka nicht wirklich aus der Schusslinie. Die 30-Minuten-Euphorie bis zur 90. Minute auszudehnen dauert weiter an. Das dieses Team dazu fähig ist, spürte Werder Bremen. Auf jeden Fall ist es zu wenig für die selbst gesteckten Ziele, aber doch zu viel um vor dem Abstieg zu bangen. Also droht das graue Mittelmaß bei den Königsblauen.

Glück auf.

5 Meinungen

  1. der zeitpunkt beim 2:0 war wirklich großartig. aber ich fürchte die truppe hat sich zuerst vom schweigen und dannach von der guten unterstützung durch die fans zu sehr beeindrucken lassen. ich fand jedenfalls, dass den schalkern nach 35 minuten die puste ausgegangen ist.dann hatten sie glück, dass bayern im spielaufbau aber so was von unstrukturiert und einfallslos ist, war.am ende wurde ja auch wieder gepfiffen, da weiß ich aber nicht, ob das mit der leistung zusammenhängt.

  2. Die 19. Minute war schon großartig… Aber: Slomka hat einen klaren Fehler begangen indem er mit Neuer einen unerfahrenen Torhüter in einem Spiel von dieser Brisanz ins Tor gestellt hat.

  3. Die Torwartentscheidung scheint ja damit zusammenzuhängen, dass sich rost dem Trainer gegenüber abfällig geäußert haben soll. Wenn es stimmt, dass er ihn Co-Trainer genannt hat, dann bleibt Slomka doch nichts anderes übrig, als ihn zu suspendieren. Er hat ja bei der Angelegenheit mit Asamoah schon an Ansehen eingebüßt. Bin gespannt, ob Slomka aus der Geschichte mit Rost gestärkt hervorgeht, oder ob die Spieler wieder einmal einen Trainer auf Schalke feuern.

  4. Da war wirklich ein schechtes Spiel von Schalke.

  5. so schwach fand ich sie gar nicht. sie waren halt nicht in der lage, sich die kräft über neunzig minuten einzuteilen und sind nach der ersten halben stunde ins offene messer gerannt…

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*