Houston hat ein Problem

Am 1. Mai 2005 bewarf ein Haufen konterrevolutionärer Kasperlepuppen die Demonstranten und Polizeistaffeln am Kottbusser Tor mit Styroporwürfeln. Den White Cube aus dem Fenster! Das WestGermany war geboren, um fürderhin das “Minenfeld” des Neuen Kreuzberger Zentrums mit politisch-performativen Aktionen zu bespielen. Verschanzt in einem Matta-Clarkschen Ungeheuer von einem Raum, mit Blick über den Platz, fungiert das WestGermany als Geheimlabor für Utopie und Verständigung in zeitgenössischer Kunst und Musik. Hier gehen schweißtreibende Dinge vor sich. Versuchsreihen mit Schall und Hitze und Elefantendung. Mit gepflegter Unterhaltung oder Bildergucken im Weißen Würfel hat das nichts zu tun. Man darf sich das so vorstellen, als wenn ein Ding von ganz weit draußen mit ungeheurem Radau die Decke durchschlägt, ein paar Wände und Türen mit sich reißt und schließlich in einer Wolke aus Sternenstaub und Dreck Funken sprühend und hustend in einer Ecke zu liegen kommt. Das kann eine Apollo-Kapsel sein oder eine Band. Gut Krach macht es allemal. Und glückliche Probanden. westgermany@gmx.de / 23.03. “Pedestrian” Skulptur, Video, Installation

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