Heute vor?drei Jahren wurde der serbische Premier Zoran Djindjic ermordet.

Djindjic wurde 1952 in
Bosnien geboren. Schon früh zeigte sich sein politisches Engagement. Weil er an
der Belgrader Universität eine oppositionelle Studentengruppe gebildet hatte,
wurde er in den 70er Jahren zu einer Haftstrafe verurteilt.

Nach seiner
Haftentlassung  ging er in die
Bundesrepublik und setzte sein Philosophiestudium fort. Dabei lernte er unter
anderem Jürgen Habermas kennen.

Nach dem Zusammenbruch des
Kommunismus kehrte Djindjic 1989 nach Jugoslawien zurück und gründete die
Demokratische Partei. 1996 wurde er für kurze Zeit Belgrader Bürgermeister.

Im Jahre 2000 übernahm er
die organisatorische Leitung des 18 Parteien Bündnisses DOS (Demokratische
Opposition Serbiens). Im Dezember 2000 errang die DOS einen überwältigenden
Sieg bei den Parlamentswahlen. Im Januar 2001 wurde Djindjic zum
Ministerpräsidenten Serbiens gewählt.

Weil er Serbien nach Westen
führen wollte, gab er sowohl  Konflikte mit Nationalisten als auch mit alten
Milosevic Anhängern. Durch seinen Kampf gegen die Korruption und das
organisierte Verbrechen machte er sich weitere mächtige Feinde.

Am 12. März 2003 wurde Zoran
Djindjic ermordet. Seine Mörder stammten aus einer Spezialeinheit des
Innenministeriums. Ihre Motive waren sowohl politischer als auch krimineller
Natur. Djindjic durchkreuzte ihre Machenschaften und musste dafür mit seinem
Leben bezahlen. Serbien hat sich bis heute von diesem Verlust nicht erholt.

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