Heute vor?115 Jahren wurde Earl Warren geboren.

Warren wurde am 19. März
1891 als Sohn skandinavischer Einwanderer in Los Angeles, Kalifornien geboren.
Nach Jurastudium, Tätigkeiten als stellvertretender und leitender Staatsanwalt,
wurde er 1939 Justizminister Kaliforniens. Dank seiner großen Beliebtheit
gelang es ihm, 1942 Gouverneur von Kalifornien zu werden. Er wurde zweimal in
Folge wiedergewählt.
 
1953 wurde Warren zum
Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofes der USA ernannt. Unter seiner Ägide
fielen für die Gesellschaft der Vereinigten Staaten wegweisende Entscheidungen.
Das wichtigste und bekannteste Urteil betraf den Fall Brown vs. Board of Education. Es beendete die
Rassentrennung an öffentlichen Schulen und stellte so den Anfang vom Ende der
Rassentrennung in den USA überhaupt dar.
 
Obwohl Warren Republikaner
war, vertrat er nachhaltig liberale Positionen. Der Supreme Court fällte unter
seinem Vorsitz weitere, wegweisende Urteile im Bürgerrechtsbereich. So mussten
fortan Verhafteten ihre Bürgerrechte verlesen werden und das Prinzip des
„one-man-one-vote“ bei Wahlen wurde festgeschrieben. Damit wurde die ungerechte
politische Übermacht der weißen Farmer aus dem Süden und Südwesten der USA
gebrochen.
 
Kaum verwunderlich also,
dass konservative Weiße Sturm gegen die Entscheidungen Warrens liefen. Sie
forderten seine Absetzung und widersetzten sich seinen Urteilen. Letzten Endes
kämpften sie jedoch auf verlorenem Posten. Die gesellschaftliche Realität stand
auf Seiten Warrens.
 
Nach der Ermordung John F. Kennedys leitete Warren die
Untersuchungskommission, die den Mord aufklären sollte. Das Ergebnis war die
sogenannte „lone-gunman-theory“. Demnach war Lee Harvey Oswald allein für das
Attentat verantwortlich. Dieses Resultat ist bis heute umstritten.
 
1969 trat Warren in den
Ruhestand. Er starb 1974 in Washington, DC.

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