Heute vor…15 Jahren begannen die Bodenkämpfe im II. Golfkrieg.

Erstens: Die
Weltgemeinschaft stand geschlossen hinter dem Kampfeinsatz, es beteiligten sich
34 Staaten. Der UN Sicherheitsrat verabschiedete mehrere Resolutionen die den
Gewalteinsatz billigten.

Zweitens: Die Zeit Anfang
der 90er Jahre glich in der internationalen Politik einer Zeitenwende. Der
Kalte Krieg war beendet. Die von George Bush sen. propagierte „Neue
Weltordnung“ war im entstehen begriffen. In dieser Umbruchphase wäre ein
Regimewechsel durchaus möglich gewesen.

Drittens: Saddam Hussein war
auch schon damals ein Feind des eigenen Volkes. Es war, nach allem was bekannt
war, nicht damit zu rechnen, dass er sich und seine Politik grundlegend ändern
und auf eine demokratische Basis stellen würde.

Viertens: Die halbherzige, letzten
Endes erfolglose, Unterstützung des Schiitenaufstandes im Südirak kostete die
USA sehr viel Ansehen bei der größten Bevölkerungsgruppe im Irak – ein Umstand
der bis heute nachwirkt.

Fünftens: Ein demokratischer
Irak hätte 15 Jahre als Vorbild für die arabische Welt dienen können. Auf diese
Weise hätte er die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie vorführen können und
bestenfalls Nachahmer in der Region gefunden. Der Nahost Friedensprozess wäre
dann sicher erfolgreicher verlaufen.

Fazit: Hätten die USA 1991
Saddam Husseins Herrschaft über den Irak ein schnelles Ende gemacht, wäre der
Irak heute kein Hort des internationalen Terrorismus, der Bürgerkrieg wäre kein
Thema und die Demokratisierung des Nahen Ostens, inklusive der Lösung des
Palästinakonfliktes, wäre bereits ein gutes Stück des Weges vorangekommen. Ein mögliches
Ende mit Schrecken 1991, wäre dem derzeitigen Schrecken ohne Ende, vorzuziehen
gewesen.

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