Good bye, Lenin?

Schwerin, die Stadt der Seen und Wälder, aber eben auch des westlichsten Lenin-Denkmals. Doch letzteres kann schon bald Geschichte sein, denn in der Schweriner Bürgerschaft tobt zurzeit ein heftiger Streit über das Existenzrecht der überlebensgroßen Lenin-Statue in der Hamburger Allee. Grund ist ein Antrag des FDP-Abgeordneten Priesemann, der die Entfernung fordert.
 
Während die Fraktion von „Die Linkspartei.PDS“ sich heftig gegen einen Abriss sträubt und argumentiert, dass die Bodenreform „vielen Menschen Besitz an Grund und Boden und eine Existenz nach dem von Deutschland angezettelten furchtbaren Krieg brachte“l, sieht die Junge Union das etwas ideologieloser. Ihr Vorsitzender, Sebastian Ehlers, will nicht, dass ein „Undemokrat“ geehrt wird.
 
Vor Monaten hatte der Abgeordnete Priesemann bereits Erfolg mit seiner Forderung nach Umbenennung der Karl-Marx-Straße. Ob er die Linkspartei nun auch überzeugen kann, ihr Denkmal aus der DDR-Zeit aufzugeben und damit „einen weiteren Teil unserer  Geschichte auszulöschen“, so der Linkspartei-Vertreter Böttger, das entscheiden nun die Fachausschüsse.
 
Dass es sich bei Lenin aber nicht um den reinen Heilsbringer handelt, wie ihn die Linkspartei sieht, sondern eben auch um jenen Mann, der mit der Tscheka eine brutale Geheimpolizei schuf, der Joseph Stalin den Boden bereitete und der den Grundstein für die Errichtung der Gulags legte, mögen die Ausschussmitglieder bitte mit bedenken. Wir bleiben dran.

Hier gefunden.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*