Geld von Frauen für Frauen

Die manifeste Ungleichheit kann sich keine Gesellschaft leisten, meint Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU): "Frauen erbringen zwei Drittel aller Arbeitsstunden weltweit, erhalten aber nur zehn Prozent der globalen Einnahmen. Und nur ein Prozent des weltweiten Grundbesitzes gehört Frauen."  Gipfelpräsidentin Irene Natividad (USA) geht noch weiter, sie fordert: "Frauen müssen lernen: Wer das Geld hat, hat die Macht."

Sandra Pabst schreibt dazu im Hamburger Abendblatt: "Was nach Revolution klingt, bedeutet für die meisten Frauen erst einmal der gleichberechtigte Zugang zu Ressourcen und Information. Salome Joseph Mbatia, Ministerin aus Tansania, sagt: "Die finanziellen Möglichkeiten vieler Regierungen vor allem in Afrika sind begrenzt." Deshalb berät sie sich auf dem Frauengipfel mit Kolleginnen, wie sie Unternehmen am besten für ihre Projekte einspannen kann. Das Zauberwort: "Public Private Partnership" – gemeinsame Projekte von Politik und Wirtschaft. "In Tansania wollen wir zusammen mit Unternehmen Fonds gründen, um Frauen Mikrokredite zu ermöglichen", sagt Mbatia. Mit diesen Krediten soll auch traditionellen Beschneiderinnen der Ausstieg aus ihrem "Gewerbe" erleichtert und so der Kampf gegen die Genitalverstümmelung von Frauen in Tansania unterstützt werden. Das Geld soll auch für Aufklärung und Bildung der Frauen verwendet werden. Mbati: "Wenn es kein besseres Leben für Frauen gibt, gibt es auch kein besseres Leben in Afrika.""

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