Geheimnisvolle Damen – Oder was ist eigentlich eine Geisha?

Viele denken bei dem Begriff „Geisha“ zunächst an Prostitution. Dabei ähnelt der „Beruf“ eher dem eines Hofnarren oder Alleinunterhalters. Zunächst galt dieser Beruf als Männerdomäne, doch bald wurden immer mehr Frauen zu Geishas, und heutzutage assoziieren wir den Begriff mit Weiblichkeit.

Das 18. und 19. Jahrhundert galten als die Blütezeit der Amüsierdamen, die vor allem als Unterhalterinnen fungierten. Seitdem treten die Damen bei Festen auf, singen, tanzen und führen Konversation mit oft durchaus wichtigen Persönlichkeiten. Die Ausbildung zur Geisha ist ganz schon hart: Ab dem 16.Lebensjahr wird ein Mädchen fünf Jahre lang auf den Beruf vorbereitet. Dabei lernt sie alle Grundlagen der japanischen Künste – von Kalligrafie (kunstvolles Schönschreiben) über Ikebana (Floristik) bis hin zum Spielen von Instrumenten. Außerdem wird ihr singen, tanzen und niveauvolle Konversation gelehrt und gezeigt, wie sie zu einer perfekten Gastgeberin wird. Auf Etikette, Anmut und Schönheit wird besonders wert gelegt. Auch in Sachen Mode müssen die Geishas Perfektion beweisen und gelten so nicht selten als Trendsetterinnen.

Heutzutage bewahren Geishas immer noch die japanischen Traditionen, sind also keine Prostituierte. Zwar spielt Erotik teilweise auch eine Rolle, aber eher subtil. So wird oft schon ein unbedeckter Nacken als erotische Geste angesehen.


Foto:pixelquelle

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Eine Meinung

  1. Zwar weiß ich schon eine Menge über Geishas und war auch schon in Japan (wo man von den alten Traditionen leider kaum noch etwas mitbekommt). Doch auch ich wusste nicht, dass der Beruf der Geisha einst eine Männerdomäne war!

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