Ford Quality Day: Keine Gnade für den Fiesta!

Die Kölner Ford Werke bauen momentan täglich 1.850 Ford Fiesta. Um den Kunden ein tadelloses Fahrzeug zu liefern, passieren es bereits bei der Produktion fortwährend feste Prüf- und Messstationen, wie wir jüngst beim Ford Quality Day erfahren durften.

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Das Quality-Leadership-System“ von Ford sammelt alle Auffälligkeiten – sowohl von Stationen mit manueller und visueller Prüfung als auch von über 300 elektronischen Schraubrobotern, die Informationen an das System senden. Sie melden, falls ein Fahrzeug unkorrekte Verschraubungen aufweist. Nach der Produktionsstraße werden Scheinwerfer- und Spureinstellung vom fertigen Ford Fiesta überprüft. Dort wird automatisiert der Vorderradsturz justiert. „Auf dem anschließenden Rollenprüfstand werden die Fahrzeuge auf 120 bis 130 km/h beschleunigt und auch abgebremst. Dabei werden neben der Motorleistung und den Bremsen auch die Schaltbarkeit überprüft“, teilte Harald Stehling mit, Qualitäts-Manager in der Ford Fiesta-Fertigung.

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Stimmen Lack und Spaltmaße beim Ford Kleinwagen?

Im Anschluss geht es in die Customer Acceptance Line, wo zunächst die Türpassungen gesetzt werden. Danach vermisst ein Laser die Passgenauigkeit von Türen, Fronthaube und Kofferraumklappe. Nun kommen die eigentlichen Stationen der Qualitätsprüfung des Fiesta: Besonders geschulte Mitarbeiter nehmen Außenhaut, Motor- und Innenraum aus Kundensicht unter die Lupe. Dabei werden unter anderem Staubeinschlüsse im Lack und Dellen aufgespürt. Leuchtstoffröhren in drei Farben erzeugen hierzu ein Streifenmuster, das die Suche erleichtert. Im darauf folgenden Wassertest wird ein jeder Ford Fiesta mehrere Minuten einem Wasserdruck von 1,2 bar ausgesetzt, um seine Dichtigkeit zu überprüfen.

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Auf der Squeak-and-Rattle-Strecke darf der Fiesta Teile verlieren

Anschließend dürfen die Ford Kleinwagen zum ersten Mal ans Tageslicht auf die Squeak-and-Rattle-Strecke neben der Halle: Jedes Fahrzeug muss hier mindestens eine Runde auf einem Fahrparcours mit über zehn unterschiedlichen Untergründen absolvieren. Sie ist gesäumt von Abfällen wie wie bunten Plastikkappen, die während der Produktion im Wagen verblieben sind und nun herausfallen. Speziell trainierte Fahrer hören bei der kurzen Fahrt, ob der Fiesta irgendwo unschöne Geräusche von sich gibt, die beseitigt werden müssen. Folglich bleibt das Radio natürlich aus. Sind die Tester sich in Einzelfällen nicht sicher, nimmt der Fiesta auf einem Hydropulser Platz, bei dem es auf vier Hydraulikstempeln steht. Auch zahlreiche, im Test unauffällige Fahrzeuge werden als Stichprobe auf dem Hydropulser geprüft.

Weitere Ford Fiesta Test-Verfahren

Neben den Tests, die alle Fiesta absolvieren, gibt es für den kleinen Kölner noch an weiteren Stellen etliche Stichproben: „Zehn Autos pro Schicht fahren beispielsweise 20 Minuten lang durch den Wassertests. Bei zahlreichen Fahrzeugen wird die Dichtigkeit außerdem noch zusätzlich mit Hilfe von Luftdruck geprüft“, erklärt Stehling ergänzende Prüfschritte. Hierfür wird ein großes Gebläse eingesetzt. Da aber nichts über einen Praxistest geht, legen täglich rund 60 Fahrzeuge jeweils bis zu 50 Kilometer auf öffentlichen Straßen und Autobahnen zurück. „Auf diese Weise können wir die Fahrzeuge bei höheren Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h prüfen.“

Bilder: ©Arild Eichbaum

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