Flugzeuge im Bauch

Freitagabend, 6. Juli – endlich Sommer in Wiesbaden!

Galerist Erhard Witzel  http.//www.galerie-witzel.de  hat zur Vernissage geladen: Flugzeuge, detailgetreu zusammengeklebt aus Pappfetzen und Papierresten schweben von der Decke der Galerie. Seine frechen Bildergeschichten und kunstvollen Technikutopien, mit leichter Hand schwungvoll gezeichnet, an den Wänden.Der Künstler, Hans Jörg Georgi, sitzt an einem Tisch, malt Geschichten auf die Blätter eines dicken Blocks und fabuliert dabei. Ein Fernsehteam umringt ihn, er redet, erklärt seine dezent farbig angelegten Zeichnungen, jede Figur kann er benennen, jede ist mit einem Namen versehen. Schier endlose Geschichten. Fragmentarische Darstellungen, die Bilder entstehen erst in unserem Kopf. Nachrichten aus der AnderWelt, aus Georgis eigener Welt. Sehenswert. Bis zum 30. August in Wiesbaden, Kaiser-Friedrich-Ring 63 zu den Sommeröffnungszeiten Di – Fr 10 – 16 Uhr.

Wir schlendern über den 1. Ring zum Dichterviertel. Hier sind in den letzen Jahren mehrere Galerien in den hohen Gründerzeit-Häusern eröffnet worden. Im Studio_01 > http://www.studio01.de/> in der Herderstrasse 11 erwarten uns Fotos von Philine Sollmann. `silent rooms´ zeigen akribisch aufgeräumte Arbeitszimmer, leere Schreibtische, gelbe Türen ohne Namensschilder und Aufkleber, eine nur halb hoch  ( oder herunter? ) gezogene Jalousie stört diese unheimliche Ordnung. Stillstand der Dinge. Eine Hülle – außen existent, der inhaltlichen Bestimmung entleert. P. Sollmann, 1978 in Berlin geboren, konnte im 10 Jahre zuvor nahe des Hansaviertels gebauten ‚Aluminiumhaus’  mit seiner silbrig glänzenden Fassade fotografieren, einem seit Jahren leerstehenden, ehemaligen Bürokomplex. Fotos einer verlassenen Welt …

Galerist Stephan Sollmann und Kurator Mate Haupt erwarten die Besucher bis zum 4. August jeweils Do 17 – 19 Uhr und Sa 15 – 17 Uhr.

An Ecke zur Emanuel Geibel Straße wird von B. Reuß und B. Klement die Vernissage für Samstag vorbereitet. Wir dürfen trotzdem rein – und sind enttäuscht. Sport-Space heißt die neue Ausstellung, versprochen werden Originalfotos der Sportpresse, die `das kulturelle Bildgedächtnis einer ganzen Nation geprägt` haben. Doch kleinformatige, etwas blasse Bilder legendärer (?) Boxkämpfe, Skirennen u. ä. beeindrucken uns wenig. Wer mag, kann Di und Do zwischen 16 und 18 Uhr vorbeischauen und im 1. Stock interessantere Entdeckungen machen. Außerdem verspricht das Sommerprogramm Konzerte, Lesungen und Filme . Nähere Infos unter >http://www.esc-space.de>.

In der Weinhandlung von Freunden klingt der Abend aus, darüber demnächst mehr.

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