Fleckige Kinderzähne durch Fluorid?

Zahnpflege bei Kindern – eine nervenaufreibende Angelegenheit. Und so haben viele Eltern mit Engelzungen auf ihre Kleinen eingeredet, um sie von der Einnahme von Fluortablette und regelmäßiges Zähneputzen zu gewöhnen. Doch jetzt heißt es, in einer „Öko-Test“-Ausgabe: entweder – oder! Der Grund: Fluoridtabletten in Verbindung mit fluoridhaltiger Zahnpasta ist zu viel Pflege und kann eher schaden.
Familie: Zu viel Fluorid macht Kinderzähne fleckig

Fluoridtabletten – nur in Absprache mit dem Kinderarzt

Fluoridtablette und Zähneputzen: viele Eltern haben ihren Kindern viele Jahre lang gewissenhaft beides täglich verabreicht – und dies häufig ohne Rücksicht auf die Angaben zum Inhalt. Vor einiger Zeit warnte deshalb die Zeitschrift „Öko-Test“ vor einer Überdosierung mit Fluorid und den unschönen Folgen. Demnach können auf den Zähnen weiße oder gelbliche Flecken zurückbleiben.

Von 24 Kinderzahncremes war nur eine „sehr gut“

Die Experten von Öko-Test nahmen 24 Kinderzahncremes auf den Prüfstand. Das Ergebnis: nur ein Produkt bekam die Note „sehr gut“, vier wurden für „gut“ befunden. Die meisten Zahncremes bewegten sich jedoch im Mittelfeld – und nur drei wurden als „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet.

Zahnpasta ohne klare Angaben

Der größte Kritikpunkt war, dass die Hersteller keine klaren Angaben machen. So fehlte beispielsweise bei fluoridfreien Zahncremes der Hinweis, dass Kinder Fluorid auf anderem Wege – etwa über Tabletten – einnehmen sollten. Hingegen Anbieter fluoridierter Präparate nicht über die Gefahr einer möglichen Überdosierung aufklärten. Außerdem fehlten konkrete Dosierungsempfehlungen, um die verschluckte Menge von Zahnpasta so klein wie möglich zu halten.

Foto: Thinkstockphotos, iStock, 464221517, romrodinka

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