Eurovision Bullshit Contest

Und zwar wurde Nicole nicht etwa interviewt oder von einem
„Journalisten“ zitiert, sondern selbst an die Tastatur gelassen. Oder,
wahrscheinlich taucht sie noch die Feder ins Tintenfass, denn das würde der
Auffassung von Musik und Show entsprechen, die sie da so kundtut.
 
Na gut, schön ist das nun wirklich nicht, was da zum
Beispiel aus Finnland so auf uns zurollt. Und wenn Lordi, so etwas
wie ein Marilyn Manson aus der Holzhütte, so „performt“ wie sein Webmaster
deutsch spricht, dann kann’s wirklich Eiter werden:
 
„Dann und wann wacht ein
Land aus der Schlaf der banalen Dummheit, und wählt einen Interpreter,
der Attitüd hat. Einen Interpreter, der zur Missbilligung der
Konservativen “fuck you” sagen wagt. Im Jahr 2006 ist Finnland ein
solches Land.“

Zugegeben, mein Finnisch ist auch nicht besser, also zurück
zu Nicole. Lordis „fuck you“ schmeckt einem natürlich nicht, wenn man die
einzige deutsche Gewinnerin aller Grand-Prix-Zeiten ist und der Siegel-, äh
Siegertitel „Ein bißchen Frieden“ hieß:
 
„Und wenn ich höre, daß dieser Mann öffentlich Fotos von
Ralph Siegel zerreißt, fühle ich mich an ganz dunkle Kapitel der europäischen
Geschichte erinnert. Dabei soll der Grand Prix doch zur Völkerverständigung
beitragen!“
 
Was soll uns dieses Zitat sagen? Meint Nicole etwa die Jahre
zwischen 33 und 45, als bekanntlich in der Öffentlichkeit Fotos zerrissen
wurden? Will sie uns sagen, dass Lordi die Nazis ist und der Zerrissene die
Juden? Vorsicht, der Hitlervergleich ist mittlerweile out und als
Schlagersänger sollte man besonders vorsichtig sein, sonst kriegt man irgendwann keine Auftritte mehr. 
Also, Nicole, mach es wie ich: Augen (und vor allem Ohren) zu und durch!

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