Neues Urheberrecht bedroht Bibliothekenbotendienst subito

In der gestrigen Ausgabe der taz zitiert Matthias Spielkamp aus dem Beratungspapier: Die geplante Novellierung würde “den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien an Schulen und Hochschulen behindern” und “den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen verknappen und verteuern”. Spielkamp, Redakteur der Urheberrechtsberatung irights.info, illustriert die Befürchtungen am Beispiel des Dokumentenlieferdienstes subito, mit dessen Hilfe Bibliotheken Kopien von Bestandsartikeln per Post, Fax und vor allem per Mail versenden und der insbesondere im akademischen Bereich seit Jahren intensiv genutzt wird. Eine Verabschiedung der in ihrer jetzigen Form nicht zuletzt auf das intensive Lobbying der Verlage und des Börsenvereins des deutschen Buchhandels zurückzuführenden Novellierung und subito wäre so gut wie tot. Es kann nicht sein, dass die Errungenschaften der Digitalisierung für die dauernd herbeigeredete Wissensgesellschaft per Gesetz kassiert werden! Subito bittet deshalb seine Nutzer, auf die fatalen Folgen des neuen Urheberrechts aufmerksam zu machen, indem sie sich an die zuständigen Fraktionsmitglieder der einzelnen Parteien wenden. Subito ist jedoch nur ein Beispiel dafür, was der Gesetzentwurf im Bildungswesen anrichten kann. Weitere betreffen die freie Verfügbarkeit von Unterrichtsmaterialen und Forschungsergebnissen sowie zukunftsweisende Großprojekte wie Google Print.

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