DTM – Wie geht es weiter?

Spannender hätte man das Ende der Saison nicht inzinieren können. Gleich drei Piloten hatten die Chance, die Meisterschaft für sich entscheiden zu können. Einen Schatten warf das Barcelona-Rennen auf die Saison, als die Mercedes-Piloten mit harten Bandagen die Audi-Titelkandidaten aus dem Rennen beförderten. Das war wenig Gentlemen-like. OK, Schwamm drüber. Im letzten Rennen ging es dann wieder einigermaßen moderat zu.

Die DTM ist gut aufgestellt, keine Frage. Vor allem das Konzept Fan-Nähe und Rennsport als Event, geht voll auf. Drei Veranstaltungen im europäischen Ausland bringen etwas internationales Flair. Schade ist, dass es mit Audi und Mercedes nur zwei Marken gibt, die in Konkurrenz zueinander stehen. Auch wenn Audi das Kontinent aufgestockt hat, um gegenüber Mercedes eine Pattsituation zu erreichen, ist das Zwei-Marken-Konzept auf Dauer keine tragfähige Lösung.

Eigentlich ist es nicht zu verstehen, dass Hersteller wie BMW und Porsche in der DTM keine Bühne sehen. In der Formel 1 spielt Porsche im Rahmenprogramm nur die zweite Geige. In der DTM könnten sie "in der erste Reihe" ihre Motorsportkompetenz unter Beweiß stellen.

Audi hat sein "Graue Maus"-Image längst abgestreift. Galten doch die A4-Fahrer noch vor Jahren als die Trödler auf der Autobahn. Kluge Modellpolitik, Liebe zum Detail und Motorsportkompetenz in der DTM, American Le Mans Serie und nicht zuletzt in Le Mans, haben den Imagewechsel eingeleitet. Die Verkaufszahlen zeigen für Audi in die richtige Richtung: Ruppert Stadler, der Audi-Vorstandsvorsitzender will bereits 2015 "die Nummer eins" sein und prognostiziert für 2010 einen Absatz von über eine Millionen Autos.

Das Fotos 1: Nette Aussichten…

Fotos © Gerd Kebschull

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