Dreizehneinhalb von Luciano Comida und Vagelis Iliopoulos

Der Jugendroman „Dreizehneinhalb“ von Luciano Comida und Vagelis Iliopoulos ist allein von seiner Prämisse her ein spannendes Buch: Die beiden Autoren haben den Briefroman geschrieben, ohne sich jemals gesehen zu haben. Damit spiegeln der italienische und der griechische Autor ihre beiden Hauptcharaktere Michele und Fotis wider, die eine tiefe Freundschaft verbindet, obwohl sie sich nur durch ihre Briefe kennen.

Luciano Comida und Vagelis Iliopoulos: Unbekannte Freunde in Dreizehneinhalb

Die beiden Freunde Michele und Fotis sind beide dreizehn Jahre alt, gehen zur Schule und plagen sich mit den typischen Sorgen von Teenagern: Mädchen, in die sie unglücklich verliebt sind, Familien, die sie nicht verstehen und Probleme an der Schule. Doch dort enden die Ähnlichkeiten auch schon, denn Michele lebt in Italien, Fotis in Griechenland und beide haben sich noch niemals getroffen.

Als die beiden Lehrerinnen von Michele und Fotis sich im Urlaub kennenlernen, beschließen sie, ihre Schüler zu Brieffreundschaften anzuregen – wovon die beiden Jungs nicht gerade begeistert sind. Michele, der dazu tendiert überdreht zu sein und geradeaus seine Meinung ausspricht, und Fotis, der mit seiner ruhigen, intelligenten Art etwas von einem Außenseiter hat, empfinden die Briefe als Zwang und können sich spontan nicht ausstehen.

Erst als sie anfangen „inoffizielle“ E-Mails zu schreiben, beginnen sie, den jeweils anderen zu verstehen, bis sie entdecken, dass sie trotz der räumlichen Distanz einen echten Freund gewonnen haben. Kurzerhand beschließen sie, sich gegenseitig zu besuchen. Ein Plan, der so schief geht, wie er nur schiefgehen kann.

Origineller Ansatz: spannender und lustiger Briefroman für Jugendliche

Luciano Comida und Vagelis Iliopoulos gelingt es, ihre beiden dreizehnjährigen Jungs ohne Klischees auszustatten und ihr Leben plausibel zu schildern. Die Briefe, aus denen das Buch besteht sind in einer nachvollziehbaren, nicht aufgesetzt wirkenden Sprachebene verfasst, so dass man am Innenleben der beiden Charaktere teilhaben kann und sie einfach mögen muss. Die lustigen, skurrilen und abenteuerlichen Situationen wirken, wie aus dem Leben gegriffen.

Beide Autoren haben sich in ihren jeweiligen Ländern bereits einen Namen als Jugendbuchautoren gemacht, „Dreizehneinhalb“ ist ihre erste Zusammenarbeit, die unter den gleichen Umständen entstanden ist, wie die Briefe, die sich Michele und Fotis schicken.

Der Roman ist im Baumhaus Verlag erschienen und mit seinen 144 Seiten ein elegantes, kleines Büchlein, das seine Leser zu begeistern weiß.

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