Dikatoren-Quartett

Das ist selbstverständlich nichts für den kindlichen Spieltrieb,
denn anstatt mit Porsches oder Ferraris duellieren sich die Spieler bei diesem Quartett
mit Diktatoren aus Vergangenheit und Gegenwart. Die warten natürlich mit
gänzlich anderen Eckdaten auf. Da ist nichts mit Hubraum, oder PS. Hier werden Tote
in Millionen, die Herrschaftsdauer oder der Grad an Bosheit und Gier
miteinander verglichen.
 
Gespielt wird nach den altbekannten Regeln. Die 48 Karten
werden unter den Spielern verteilt, dann beginnt ein Spieler und sucht sich ein
besonders Erfolg versprechendes Attribut seines ersten Diktators aus (z.B. Stalin:
Bosheit 91%). Kann kein Mitspieler diese Marke mit seinem Diktator übertreffen,
bekommt Spieler 1 die Karten. Und so weiter… Ziel ist es alle Karten zu
ergattern.
 
Die Urheber diese Spiels betonen extra, dass die Angaben auf
den Karten nicht wörtlich zu nehmen sind. Die Opferzahlen sind im Besten Fall
Annäherungswerte und die Angaben über Bosheit und Gier natürlich nicht
historisch verifiziert. Obwohl, so ganz falsch liegen die Autoren dabei nicht. Ratet
mal welcher Diktator die Bosheitsreferenz (100%) bildet! Na, schon eine Idee?
 
Sehr “Unterhaltsam” sind auch die Anekdoten zu jedem Despoten.
Zu Samuel Doe (Liberia) ist überliefert, dass er aus Aberglauben im Blut seiner
Feinde badete –den möchte man nicht als Feind haben! Oder Mobuto, unter dessen Herrschaft das Bruttoinlandsprodukt
Zaires um 66% gesunken ist. Wenn er einen neuen Rolls Roys brauchte, ließ er
sich einfach das Geld dafür drucken –ist ja auch viel praktischer als zur Bank
zu gehen.
 
Das Spiel gibt es übrigens kostenlos auf der Homepage des Herstellers als .pdf-Dateien. Einfach ausdrucken, ausschneiden und loslegen.

Eine Meinung

  1. Ich finde Stalin allerdings schön böser als Hitler. Letzterer hatte ja wenigstens noch so etwas wie Ideale, so fragwürdig die auch sein mochten – aber Stalin, der war einfach nur böse.

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