Die Wüste Gobi: Eine Reise durch die Mongolei

Die in Zentralasien gelegene Wüste Gobi zählt zum einen Teil zur Mongolei und zum anderen Teil zu China. Dabei erstreckt sich die Steppenwüste von Westen nach Osten über rund 2.000 km Länge. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beläuft sich auf 800km, so dass die Gobi Wüste insgesamt über 1 Million km² Fläche bedeckt.

Bedeutende Dinosaurierfunde in der Wüste Gobi

Das Klima der Wüste Gobi ist kontinental. Das bedeutet, dass dort extrem niedrige Temperaturen im Winter, durchschnittlich minus 30°C, herrschen, während im Sommer heiße Temperaturen von über 35°C gemessen werden. Auf Grund von fehlenden Wassermassen und einer lediglich geringen Vegetation, sind die Temperaturunterschiede in dem Wüstengebiet zwischen Tag und Nach ganzjährig stark schwankend. In den Wintermonaten kommt es bei Zeiten auch vor, dass das Thermometer auf unter -65°C fällt.

Doch das Gebiet der Wüste Gobi bietet weit mehr, als ein herausragendes Klima. So wurden in der Wüste zahlreiche bedeutende Fossilien, unter anderem auch Versteinerungen aus unterschiedlichen geologischen Epochen, gefunden. Der Großteil aller Funde von Dinosauriereiern und ganzen Nestern stammt von hier. Dies ist darauf zurück zu führen, dass hier in vergangenen Abschnitten der Erdgeschichte noch andere klimatische Verhältnisse, so wie eine üppigere Vegetation herrschten, wodurch optimale Lebensbedingungen für Saurier geboten waren.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen heute, dass viele Dinosaurier, deren Überreste in der Wüste Gobi gefunden wurden, durch Sandlawinen gestorben sind. Es wird gemutmaßt, dass zu dieser Zeit einige Pflanzen auf den Dünen wuchsen und diese dann bei plötzlichen Regengüssen einstürzten. Verschüttete Dinosaurier wurden dann so schnell eingeschlossen, dass ein natürlicher Verwesungsprozess gar nicht erst einsetzen konnte. Nicht zuletzt dadurch befinden sich zahlreiche gefundene Fossilien in einem hervorragenden Zustand.

Vom Aussterben bedrohte Tierarten in der Wüste

In diesem Gebiet und den umliegenden Regionen sind zahlreiche Tierarten anzutreffen. Neben den zwei vom Aussterben bedrohtenen Tierarten der Wildkamele und dem Schneeleoparden, findet man in der Gobi Wüste auch Wölfe, Dschiggetai, Kropfgazellen, Gerbil und den Steppeniltis.

In der Geschichte ist die fünftgrößte Wüste der Welt vor allem als Teil des Mongolischen Reichs bekannt, Am Südrand der Gobi liegen zudem einige wichtige Handelsstädte der Seidenstraße.

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4 Meinungen

  1. großartiger Beitrag! sehr aufschlussreich. vielen Dank dafür.

  2. Klingt ja interessant. Vielleicht sollte ich da mal Urlaub machen^^

  3. Hallo Stefanie,ich muss sagen, dein Beitrag gefällt mir richtig gut. Er ist sehr informativ und in einem tollen Zusammenhang geschrieben. Ich würde dort vielleicht nicht direkt Urlaub machen wollen, aber so ein Tagesausflug wenn man schon mal in der Mongolei ist, wäre bestimmt super interessant und sehenswert. Gerade weil dieses Gebiet immer noch so unberührt und deshalb unerforscht ist. Besonders erstaunt war ich, dass dort früher mal Dinosaurier gelebt haben sollen, unvorstellbar.Mach weiter so 🙂

  4. Ein sehr interessanter Beitrag! Wüsten sind ansonsten kaum für Touristen interessant, es sei denn, die Wüste liegt am Rande eines Touristenmagneten wie Las Vegas.

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