Die Reihenfolge der bisherigen Bundespräsidenten in Deutschland

Die nächste Bundespräsidentenwahl steht schon ein Jahr nach Köhlers Wiederwahl vor der Tür.  Kaum einer der bisherigen Bundespräsidenten ist je zurückgetreten.

Vor allem repräsentative Aufgaben hat der Bundespräsident, aber er muss auch Gesetze unterzeichnen. Verweigert er die Unterschrift, so muss ein Gesetz neu beschlossen werden. Wenn dies einmal vorkam, erregten die bisherigen Bundespräsidenten nicht wenig Aufmerksamkeit.

Die bisherigen Bundespräsidenten in der Bundespräsidentenwahl

Das Amt bekleidet haben schon Theodor Heuss, Heinrich Lübke, Gustav Heinemann, Walter Scheel, Karl Carstens, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog, Johannes Rau und Horst Köhler.

Die Bundespräsidenten Theodor Heuss und Heinrich Lübke

Sie alle haben Spuren hinterlassen. Der erste Bundespräsident, Theodor Heuss, hatte nach dem Zweiten Weltkrieg die schwierige Aufgabe, das Image des Kriegslandes zu verbessern. Heinrich Lübke setzte sich für die Bekämpfung des Hungers in der Welt ein. Nachdem er von der DDR mit gefälschten Dokumenten als KZ-Baumeister diffamiert worden war, trat Lübke aus gesundheitlichen Gründen zehn Wochen vor Amtsende zurück.

Gustav Heinemann und Walter Scheel: Bürgerpräsidentund Sänger

Gustav Heinemann sah sich lieber als ein Bürgerpräsident als ein Staatspräsident. Seine Frau Hilda übernahm die Schirmherrschaft von Amnesty International.

„Hoch auf dem gelben Wagen“ sang Walter Scheel und wurde weltberühmt. Scheel setzte sich für mehr bürgerliche Mitbestimmungsrechte ein. Bis heute ist er sozial aktiv.

Karl Carsten: 5. Bundespräsident der BRD

Karl Carstens war die unangenehme Aufgabe zuteil, den Bundestag aufzulösen. Dies war nötig gewesen, um Helmut Kohl als neuen Bundeskanzler zu legitimieren, nachdem dessen Vorgänger durch das konstruktive Misstrauensvotum ausgeschieden war. Er war es auch, der den Beziehungen zur USA gegenüber anderen den Vorzug gab.

Richard von Weizsäcker: Der Rhetoriker

Richard von Weizsäcker konnte wie kein anderer mit Reden begeistern. Auch er ist weiterhin aktiv, mischt sich in aktuelle Debatten ein und hält Vorlesungen.

Herzog und Rau: Die Konkurrenten

Roman Herzog setzte sich bei der Bundespräsidentenwahl 1982 gegen Johannes Rau durch, der fünf Jahre später das Amt übernehmen sollte. Herzog führte die Berliner Rede ein, auf welcher er die geflügelten Worte vom Ruck aussprach, der durch Deutschland gehen müsse. Johannes Raus bekanntestes Motto lautete „Versöhnen statt spalten“, setzte sich für Minderheiten ein und sprach sich gegen Gewalt aus. Nur sehr unwillig unterzeichnete er 2002 das Zuwanderungsgesetz.

Horst Köhler befürwortete während seiner jäh zu Ende gegangenen Amtszeit ein „besseres Bildungswesen sowie ein(en) kreativer Umgang mit dem demographischen Wandel“.

Am 31. Mai 2010 hat sich Horst Köhler vom „Land der Ideen“, wie er Deutschland nennt, getrennt.

2 Meinungen

  1. Es wäre schön, wenn mal ein CSU’ler in diese Reihe aufgenommen würde. Unter Seehofer wird das aber eher nicht der Fall sein.
    http://www.nosvox.com/inland/126-schwache-vorstellung-von-seehofer
    Passt ganz gut zu diesem Thema.

  2. Jan-Christoph Brier

    Auch wenn es einmalig war, finde ich es ist vertretbar gewesen das Horst Köhler zurückgetreten ist! Bei dem was die Regierung da alles verzapft kein Wunder!

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