Die Kraft und die Freiheit sich immer wieder neu zu erfinden

Gemeinhin nimmt man an, wenn
ein Franzose über die USA schreibt, kann dabei nichts Schmeichelndes
herauskommen. Weit gefehlt! Lévy ist
begeistert von Amerika – auch wenn er nicht für immer dort bleiben möchte.
 
Für
ihn ist Amerika seine Geliebte. Er genießt die Zeit mit ihr – dauerhaft binden
will er sich jedoch nicht. Warum nicht? Diese Frage bleibt leider offen.
Wahrscheinlich soll man sein Buch selbst lesen (und kaufen). Lesenswert ist es
auf alle Fälle.
 
Lévy
führte Gesprächen mit einflussreichen Beratern (Richard Perle, Francis
Fukuyama) bzw. Verantwortlichen
(Paul Wolfowitz)
und er untersucht vor allem die, von Europa aus etwas merkwürdig
erscheinenden,
Besonderheiten von „god`s own country“, als da wären: außenpolitischer
Messianismus, ein teleologisches Geschichtsverständnis und die Symbiose
von
Neocons und Weißem Haus.
 
In
den USA selbst stieß sein Buch auf, wohlwollend ausgedrückt, kritische Distanz.
Als Amerikaner lässt man sich eben nicht gerne von alten Europäern die Welt
erklären – und schon gar nicht die eigene.
 
Das
Buch ist bisher  nur auf Englisch erschienen.

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