Die harte Wahrheit für Bush

Diese Zahlen hat das National Priorities Project ermittelt. Nach deren Ergebnis beläuft sich der
Militärhaushalt auf 89% der Gesamtausgaben für die Nationale Sicherheit. Für
Vorsorgemaßnahmen wie Friedensmissionen oder der Sicherung der Nuklearanlagen
werden hingegen gerade mal 4% verwendet. Aber auch ein gigantischer
Militärapparat kommt nicht ohne Bodentruppen aus und deren Verluste belaufen
sich mittlerweise schon auf 2390 Todesopfer. Alles im Namen der
Nationalen Sicherheit und Freiheit.
 
Welchen effektiven
Nutzen dies nun für den Otto-Normal-Ami hat wurde an der New-Orleans Flut
deutlich. Es fehlte schlicht und einfach an Soldaten, um die Stadt zu sichern
und die Bevölkerung zu evakuieren. Während die Bush Administration die
amerikanische Bevölkerung einen hohen Preis für die Sicherung von
Ölförderanlagen zahlen lässt, mussten letzten Winter viele Leute ihre gesamten
Möbel verheizen, um nicht zu erfrieren. Diese Gelegenheit ließ sich Bush’s Erzfeind Hugo Chavez nicht nehmen und spendierte einige Millionen Liter
Heizöl für Amerikas arme Bevölkerung.
 
Natürlich ist ein
nuklear bestückter Iran eine Bedrohung für Israel, aber vor allem auch für den
Irak und dessen Ölfelder. Damit diese in Zukunft einen Großteil von Amerikas
Öldurst stillen können, müssen sie in Ruhe bearbeitet werden können. Das ist
natürlich mit streng religiös geprägten und sturköpfigen Präsidenten auf beiden
Seiten kaum möglich.

Mehr zu diesem Thema hier.


16 Meinungen

  1. “Anstatt den Irak zu überfallen, seine Einwohner zu foltern oder zu töten und das Land schließlich an den Rand eines Bürgerkrieges zu bringen…”Mein Gott, was für eine schlichte Weltsicht …Könnte es sein, dass jeder Sturz des Massenmörders Saddam den Irak an den Rand des Bürgerkrieges gebracht hätte?Kann es sein, dass die Probleme in New Orleans vor allem durch Unklarheiten der Zuständigkeit und nicht durch den Irak-Krieg bedingt waren? Und natürlich ist die Auslöschungsfantasie des iranischen Irren auch nicht so schlimm wie die Öl-Kriegsgeilheit der bösen Amis.Ich muss schon sagen: Das Niveau hier könnte langsam junge welt-Niveau erreichen.

  2. Das die New Orleans Probleme NICHT auf den Irak Einsatz zurückzuführen sind, stellte sich ja ziemlich schnell heraus. Das lag eindeutig an mangelndem Katastrophenmanagement – und ich würde mal behaupten, bei uns wäre es nicht anders gelaufen.Der Iran stellt m.E. eine ziemliche harte Nuss dar, die nur geknackt werden kann, wenn eine glaubhafte Drohkulisse aufgebaut wird und klar wird, dass Teheran Konsequenzen befürchten muss, sofern man weiterhin an der Bombe bastelt. Diese Drohkulisse kann aber nur die USA aufbauen. Ohne Drohkulisse würde Teheran doch gar nicht verhandeln!Beim Thema Irak haben, zugegeben, die USA einige Fehler gemacht.Ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass wir jetzt einen Massemörder/Diktator weniger an der Macht haben. @boche: Wenn dir die Ausrichtung nicht gefällt, dann lade ich dich gerne ein, die Diskussion mit eigenen Beiträgen anzuregen.

  3. @MartinEs ist weniger die Ausrichtung als vielmehr das Argumentationsniveau, das mir hier sauer aufstieß.Und dank für das Angebot, mit eigenen Beiträgen mitzumischen. Aber ich habe bei den “Bissigen Liberalen” genug zu tun. 😉

  4. “Könnte es sein, dass jeder Sturz des Massenmörders Saddam den Irak an den Rand des Bürgerkrieges gebracht hätte?”..Sie können ja gerne spekulieren, wie es gewesen sein könnte, ich halte mich an die Fakten und die lassen die USA in keinem guten Licht erscheinen. Ich denke man hätte EINIGES wesentlich besser machen können…”Kann es sein, dass die Probleme in New Orleans vor allem durch Unklarheiten der Zuständigkeit und nicht durch den Irak-Krieg bedingt waren? “..Innenpolitische Gründe spielten natürlich eine Rolle, dass aber der Krieg auch seine Auswirkungen auf die Rettungsarbeiten hatte ist doch hoffentlich bekannt. ..htttp://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4308&Alias=Dossiers&cob=196514&DosCob=197564….”Und natürlich ist die Auslöschungsfantasie des iranischen Irren auch nicht so schlimm wie die Öl-Kriegsgeilheit der bösen Amis.”..Ich behaupte einfach mal, dass die Öl-Kriegsgeilheit der Amis wesentlich mehr Menschenleben auslöschten, als der iranische Irre.Nichts für ungut, ich nehme konstruktive Kritik gerne an, aber Ihre Kommentare sind sehr polemisch und meist ohne nachvollziehbare Argumentation.

  5. Auch hier werden Gründe für Versümnisse in New Orleans mit dem Irak in Verbindung gebracht.http://www.antiwar.com/roberts/?articleid=7131

  6. Es gibt aber auch diese Berichte, die sich auf Aussagen hochrangiger Militärs stützen, dass genug Truppen vor Ort waren. Das Problem waren allein die konkurrierenden Zuständigkeiten zwischen Bund und Bundesstaaten (ähnliches kann man ja auch bei uns bei jedem Hochwasser beobachten.)Wenn also nur 10% der Gesamt US Truppen im Irak waren als Katrina wütete (lt. Bericht), glaube ich kaum, das es etwas geändert hätte, wenn sie in ihren Heimatstaaten stationiert gewesen wären.

  7. @Haack Den letzten Link, auf den du verweist, kannst du ja wohl nicht als seriöse Quelle angeben.Sonst hätte ich noch ne Quelle, nach der es 9/11 nicht gegeben hatDer andere Link führt übrigens auch ins Nichts.

  8. Der letzte Link verweist auf einen Artikel von Paul Craig Roberts einen erfahrenen und angesehen Autor, der früher für Reagans Regierungsstab arbeitete. Warum das keine seriöse Quelle sein soll würde mich schon mal interessieren…Beim Link zuvor einfach das dritte t im http entfernen, dann klappts…Das es große Versäumnisse bei der Krisenorganisation gab, steht ausser Frage und auch im Vorfeld wurde zu wenig in Deichanlagen investiert. Ist ja auch klar, wenn der größte Teil der Finanzmittel für die NS beim Militär landet. Zudem wurde die Regierung frühzeitig gewarnt, dass eine Katastrophe bevorsteht und wie dieser begegnet werden müsste. Diese Warnungen wurden weitestgehend ignoriert.

  9. “Sie können ja gerne spekulieren, wie es gewesen sein könnte, ich halte mich an die Fakten und die lassen die USA in keinem guten Licht erscheinen. Ich denke man hätte EINIGES wesentlich besser machen können.”Ach, das klingt nun aber plötzlich anders als das “sie kamen zu überfallen, zu töten und zu foltern”. Sehen Sie, Sie können das Thema auch sachlicher behandeln!”Ich behaupte einfach mal, dass die Öl-Kriegsgeilheit der Amis wesentlich mehr Menschenleben auslöschten, als der iranische Irre.”Ja, klar. Steht ja auch immer so bei TP und in der jungen welt. Dann muss es ja stimmen mit der Öl-Kriegsgeilheit der bösen, bösen Amis.Nichts für ungut, aber ideologische Plattitüden sind mir keine ernsthaften Gegenargumente wert.

  10. “Nichts für ungut, aber ideologische Plattitüden sind mir keine ernsthaften Gegenargumente wert.”Du lieber Himmel jetzt unterstellen sie mir auch noch eine ideologische Weltsicht. Jeder der Krititk am Führungsstil der USA-Regierung übt ist wohl ideologisch verblendet? Sicher sind einige Sätze provokant formuliert, aber ganz bestimmt nicht wegen einer sturen antiamerikanischen Haltung. Wenn ordentliche Argumente ihnen weniger Wert sind als bissige aber leider banale Kommentare, dann bringt eine Diskussion mit ihnen wirklich keinen Erkenntnisgewinn. ..Ja TP lese ich sehr gerne, die JW hingegen so gut wie nie. Sie können mir, als Student der Politikwissenschaft wirklich mehrNeutralität bei der Literaturrecherche zutrauen. Letztlich aber, (unter Einbeziehung einer breiten Hintergrundanalyse) stehe ich einer knallhart utilitaristischen Außenpolitik, die jegliche ethische Maximen vermissen lässt sehr kritisch gegenüber.

  11. Tja Sebastian, eine nutzenmaximierende Außenpolitik kann man ja mögen oder nicht – Fakt ist dass sie vom Wähler, also Volk, verlangt wird. Denn AP ist ja letzten Endes nichts anderes, als die Durchsetzung der Interessen des Staates auf internationaler Ebene. Dass die USA da ihren Nutzen unilateral maximieren – so what? That`s Realpolitik!

  12. Na also, da kommen wir der Sache doch schon näher und ich sehe das gar nicht als eine Widerlegung, sondern vielmehr als Bestätigung meiner Kritik. Wenn du also Außenpolitik so definierst, ist der Irakkrieg auf jeden Fall gerechtfertigt. Der Kampf gegen Terror, Schutz vor WMD’s, neue strategische Stützpunkte im Nahen Osten und schließlich die Ölquellen sind ja alles Ziele, die den USA (und seinen Verbündeten) nützen. Komischerweise wurden die Einsätze aber mit normativen Argumenten gestützt, also damit, einen Massenmörder und fiesen Diktator gestürzt zu haben und das alles im Namen der Demokratie und der Freiheit geschah. Eine Außenpolitik die in erster Linie einer ganz bestimmten Gesellschaftsschicht nutzt, die aber mit Werten wie Freiheit und Demokratie begründet wurde ist ja wohl Verblendung. Das die Administration und die Planer dieser Einsätze dabei auch noch unglaubliche Fehler gemacht haben lässt zudem noch Kritik an der praktische Seite zu.Ich kann also mit guten Gründen die Intentionen und die Ausführung der Außenpolitik der USA kritisieren.

  13. @ Sebastian HaackTatsächlich decken die Vereinigten Staaten lediglich 10 Prozent ihres Rohölbedarfs aus der Golfregion, sie sind also keinesfalls abhängig vom arabischen Öl. Stellt sich die Frage, was wollen die da?Es gibt gute Argumente die dafür sprechen, dass makroökonomische und währungspolitische Motive die eigentlichen Motoren der aktuellen US-Außenpolitik sind.Für Westeuropa, Ost- und Südasien ist die Golfregion ungleich wichtiger und der Iran ist der einzige Staat der Region, in dem die USA keinen Einfluss haben. Eine vollständige Kontrolle der nahöstlichen Ölförderung wird den USA die Möglichkeit eröffnen, die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und Asien über die Energiepreise erheblich zu beeinflussen. BLOG:WARS – 04/20/06 Der Iran-Konflikt bedroht Europas Interessen, aber anders als uns glauben gemacht wird. Ein anderer Aspekt ist die Behauptung des Dollar als einzige Abrechnungswährung im Rohölhandel. Iran eröffnet in der kommenden Woche seine neue Ölbörse.An der IOB wird ausschließlich in Euro gehandelt, dies könnte zu einem eurobasierten Preismechanismus führen und in der Zukunft möglicherweise unabsehbare Folgen für die US-Währung habenVenezuela ist nach der Entdeckung einer Reihe von neuen Ölfeldern nun möglicherweise das Land mit den größten nachgewiesenen Rohölvorkommen. Von den Lieferungen des zur Zeit fünftgrößten Ölexporteurs hängt die US-Wirtschaft in deutlich größerem Maße ab als von den Lieferungen aus der Golfregion. Gegen Präsident Chavez finanzierte US-Präsident Bush im Jahre 2002 einen Putschversuch und machte ihn damit zum Erzfeind der US-Regierung. Auch Chavez bevorzugt eine Euro-Fakturierung des Erdöls.BLOG:WARS – 04/27/06: Der Start der iranischen Ölbörse steht unmittelbar bevor und der Konflikt zwischen den USA und Venezuela verschärft sich. GrüßeAlex

  14. @Alexander Ich habe hier andere Zahlen, nach denen SA alleine schon 15% des Bedarfs liefert und der Irak momentan 6%, was natürlich gesteigert werden soll. Außerdem sind allein schon 10% des unglaublichen Ölbedarfs für Amerikas Wirtschaft unverzichtbar. Würde die Bush-Regierung wirklich die Interessen des gesamten Staates und ALLER seiner Wähler verfolgen, müsste er erklären warum er nicht stärker für die Einführung Alternativer Energiequellen eintritt. Aber ich wollte gar nicht so sehr über die Gründe spekulieren, sondern die Wirkungen bzw. Kosten des Irakkrieges darstellen. Man hätte diese Geldmittel nämlich unendlich gewinnbringender anlegen können.

  15. Wie kann die österreischische Heimat von Adolf Hitler heute Georges Bush von Gantanamo empfangen ?

  16. Was ist denn das für ein Einwurf?Und wo soll da der Zusammenhang sein?Und was soll das ganze?In der Lage mehr als sowas (ja was ist es überhaupt? Geschwätz? Aberwitzig? Dumm? Zusammenhanglos? andere Wörter will ich hier gar nicht gebrauchen…) zu produzieren?

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*