Die Coaching-Struktur

Das große Geheimnis des Coachings basiert auf einer einfachen Formel: der Coaching-Struktur.
 
Ich will – ich kann – ich brauche. So, in dieser Reihenfolge und nicht anders.


 ZeichnungCStruktur.doc

Direkt nach der Bestandsaufnahme (wo steht der Kunde gerade, was sind Anlass und Erwartungshaltung) setzt schon das Coaching nach der Coaching-Struktur ein. Als kreatives Werkzeug (auch für überzeugte Nichtkreative) empfehle ich die Form des Mindmaps. Wer es noch nicht kennt, hier mehr: http://www.zmija.de/mindmap.htm 


Das Leben als Wunschkonzert: 1. Ich will!
Klingt simpel. Ist aber anspruchsvoll. Was ist das, was ich wirklich, wirklich will?
Oft empfiehlt sich ein Zwischenschritt: Was will ich nicht (mehr?). Dann umformulieren in „Was stattdessen?“. Das entschiedene „Ich will!“ ist vielen verloren gegangen. Schon in jungen Jahren hören wir „Kinder, die was wollen, kriegen eins auf die Bollen!“ (so die NRW-Variante).  Die vielen Weichmacher wie „ich möchte“, „ich würde unter Umständen, gegebenenfalls, vielleicht…“ lassen entschiedenes Wollen bestenfalls erahnen.
Angenommen, Sie hätten alles, was Sie bräuchten, um jedes persönliche Ziel zu erreichen, was würden Sie dann wollen?

Mittelmaß reicht hier völlig: 2. Ich kann.
Wo liegen Ihre Kompetenzen? Was können Sie? Schreiben Sie all Ihre Kompetenzen auf. Mindestens 76. Die Aufgabe lautet schließlich nicht, zu notieren,  was Sie gut oder gar perfekt können. Was können Sie also: sich konzentrieren, Ziele setzen, zuhören, lachen, für Stimmung sorgen, umsetzen, Fahrrad flicken, verzeihen, 5 gerade sein lassen, zeichnen, sich durchsetzen, telefonieren, überzeugen … Auch scheinbar banale Kompetenzen finden hier ihren Platz.
 
Sie müssen es nicht alleine tun: 3. Ich brauche
Wenn klar ist, was Sie wollen und können: Was brauchen Sie noch, um Ihre Ziele zu erreichen?
Wer oder was kann in der Erreichung Ihrer Ziele behilflich sein?
Geld, Zeit, Unterstützer, Ideen …  
 
Sobald dieser mentale „Einkaufszettel“ geschrieben ist, sind Sie Ihrem Ziel einen großen Schritt näher gekommen. Die Wahrnehmung ist auf höchsten Empfang geschaltet.
 
Häufig sind beim ersten Durchdenken der Coachingstruktur die meisten Begriffe noch sehr abstrakt und müssen später konkretisiert werden, damit sie als echte Ziele taugen. Was heißt  z.B. „Mehr Zeit, Geld oder mehr Anerkennung “ – wie viel genau? Woran erkennen Sie, dass „mehr“ mehr geworden ist, was ist anders? 
Lassen Sie sich einfach Zeit fürs Konkretisieren. Beim ersten Schritt kommt es auf Menge, Fantasie und Gestaltungsfreude an. Und die Form des Mindmaps ist super dafür geeignet, Erkenntnisse und Ideen, die Ihnen noch in den nächsten Wochen beim Joggen oder unter der Dusche einfallen, zu ergänzen.
 
TIPP: Fangen Sie niemals mit „Ich kann“ an. Immer mit „ich will“. Diese Variante ist größer und – weil leidenschaftsorientiert – langfristig die erfolgreiche.
 
Der Prozess nach der Coachingstruktur dauert in der Praxis circa drei Monate und sollte einmal im Jahr wiederholt werden. Denn Ziele ändern sich. Ab dem zweiten Mal geht es dann ruckzuck.
 
Und vielleicht machen auch Sie dann irgendwann einen alten Traum wahr und steigen aus einer renommierten Position aus und studieren das, was Sie schon immer studieren wollten oder Sie schließen Ihre Arztpraxis und gehen auf Tournee mit einem eigenen Kabarettprogramm. So jüngst geschehen.

6 Meinungen

  1. 4. Ich ersehne………Wäre noch eine gute Ergänzung, um Zugang zu den Visionen und Träumen zu bekommen.

  2. Yep, und dieser Rechenfehler ist seit vierzig Jahren bekannt.sollte es tatsaechlich noch Leute geben, die dem Mythos nach wie vor verfallen sind?-m*sh-

  3. Dir ist der Fehler bekannt, meiner Oma nicht….Stimmt , ganz neu ist die Meldung nicht ;o), wieviel Kommafehler wohl die diversen Wirtschafts”waisen” pflegen? Je genauer man hinschaut, um so gruseliger wird das oder?GrußCAF

  4. Bei Deiner Oma zieht halt der in der psychologie bekannte: Ankereffekt. Man merkt sich den Kontext eines Sujets in dem es zum ersten mal auftauchte. Da aendern dann auch spaetere Gegenteilige Erkenntnisse nur schwer etwas dran.Allerdings sollte das doch fuer die Junge Generation nicht mehr gelten – zumindest nicht in Bezug auf Spinat. Und was Dein Beispiel mit den WWaisen angeht – das ist moderne Hexerei und voodoo … Naja, nicht ganz so heftig aber das sit auch nicht wissenschaftlicher, als das was viele Aerzte machen – wie Du als Chefarztfrau ja sicher weisst :-)-m*sh-

  5. Sehr schöner Beitrag, vom Post Scriptum ganz zu schweigen! 🙂

  6. Sehr schöner Bericht … ich werde jetzt mal öfters bei dir reinschauen.

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