Die Abseitsregel kurz und einfach erklärt

Abseits

Historie und Entwicklung der Abseitsregel

Die Abseitsregel für den Fußball wurde ursprünglich aus dem Rugby übernommen, wo heute noch der Pass nach vorne verboten ist. Die Regel wurde im Lauf der Jahre weiterentwickelt, so war es von 1866 bis 1925 Abseits, wenn nicht drei Abwehrspieler zwischen dem vordersten Angreifer und dem Tor postiert waren. 1907 wurde das Abseits in der eigenen Hälfte, 1920 wurde das Abseits beim Einwurf aufgehoben. 1990 wurde die Regel noch einmal modifiziert, so dass es kein Abseits bei gleicher Höhe mehr gibt.

Die Abseitsregel heute

Die Regeln der Fédération Internationale de Football Association (FIFA) definieren eine Abseitsstellung, wenn

1. der angreifende Spieler sich zum Zeitpunkt des Abspiels in der gegnerischen Hälfte befindet und

2. der Torlinie näher ist, als der Ball und der vorletzte Abwehrspieler es sind.

3. Es ist hierbei unerheblich, ob es sich bei den beiden Abwehrspielern um einen Feldspieler und den Torwart oder zwei Feldspieler handelt.

Für den Abstand von der Torlinie sind hierbei die Füße, der Rumpf und der Kopf entscheidend, nicht jedoch die Arme. Für die beiden verteidigenden Spieler ist es nicht notwendig, dass sich beide Spieler auf dem Platz befinden, außer der Spieler hat mit Zustimmung des Schiedsrichters den Platz verlassen.

Es ist also nicht möglich, dass ein Abwehrspieler den Platz über die Seiten- bzw. Torauslinie verlässt und so einen Angreifer in eine strafbare Abseitsstellung bringt. Ein Verteidiger der dies versucht, ist durch den Schiedsrichter zu verwarnen, da dies eine Unsportlichkeit darstellt.

Ein Angreifer darf den Platz verlassen, um sich seiner Abseitsstellung zu entziehen. Er darf aber erst wieder den Platz betreten, wenn die Angriffssituation abgeschlossen ist und der Schiedsrichter den Wiederbeitritt erlaubt. Wartet er dies nicht ab, ist er ebenfalls wegen einer Unsportlichkeit zu verwarnen.

Auslegung der Abseitsregel

Die Abseitsstellung eines Spielers stellt an sich noch keinen Regelverstoß dar. Das Abseits wird erst geahndet, wenn der Spieler in das Geschehen eingreift, das heißt, wenn er den Ball spielt oder einen Gegner beeinflusst.

Greift der Spieler in das Spielgeschehen ein, so ist seine Abseitsstellung durch einen indirekten Freistoß zu ahnden, eine persönliche Strafe, Verwarnung oder Feldverweis, werden nicht ausgesprochen.

Foto: Gerisch – Fotolia.com

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