Der Nowkoelln Flowmarkt am Berliner Maybachufer

Wen man gen Maybuchufer läuft, kann man anfangs nur erahnen, dass da hinten irgendwo der Nowkoelln Flowmarkt beginnen wird. Denn so überlaufen, wie ein gewisser anderer Flohmarkt an einem Sonntag im August ist es hier noch nicht. Wunderbar kann man sich zwischen den eng andeinander aufgereihten Ständen entlang des Spreeufers bewegen, und wird nicht ohne Chance als Teil der Herde durch die Standreihen geschleust. Der Nowkoelln Flowmarkt ist kein Geheimtipp mehr unter den Bewohnern Berlins, soviel ist klar, allerdings ist er dank seines relativen jungen Alters auch noch in keinem Reiseführer auf der To-do-Liste zu finden. Entspanntes Stöbern, wahre Schätze und vor allem Live-Musik vom Feinsten bietet der Flohmarkt einmal im Monat für (fast) lau.

Klamotten, Krimskrams und Cupcakes

Vor allen Dingen für die Freunde von Second-Hand-Kleidung ist der Nowkoelln Flowmarkt eine wahre Fundgrube. Die rund 100 Stände entlang des Maybachufers bieten zwar vom DDR-Bügeleisen bis hin zum (leider leeren) Weinregal alles mögliche an, die Stände an denen Kleidung, Accessoires und Schuhe angeboten werden, überwiegen jedoch deutlich. Und die Auswahl ist breit gefächert: Vom schlichten H&M-Top über Vintage-Sportjacken bis hin zu Designer-Einzelstücken bieten die verschiedenen Stände für jeden Stil irgendwo das Richtige. Auch die obligatorischen selbst designten Schmuckstücke- und Jutetaschen-Stände fehlen nicht im Aufgebot – genauso wie Gaumenfreuden wie Burger mit Rharbarersaftschorle oder auch Bio-Kaffee plus veganer Kuchen nach Verzehrung rufen. Doch das Sympathischste ist, dass die Mehrzahl der Stände dabei keine professionellen Händler, sondern Privatpersonen sind, mit denen man auch noch Handeln darf!

Ordentlich Mukke: Live-Jam für lau

Ein kleiner Steg direkt am Ufer, Sonne satt, entspannte Schnäppchenjäger – das ist die Ausganssituation für das i-Tüpfelchen des Nowkoelln Flowmarkts: Es gibt nämlich Live-Musik. Und auch hier ist Vielfalt wieder oberstes Gebot: Vom Freestyle-Rapper, dem man seine neue erstandenen Schätze in die Hand drücken darf, um aberwitzigen Stegreif-Geschichten über Lupen und Stofftieren zu lauschen über die zwei Mädels von Tralalka bis hin zu den Ohrbooten, die ganz entspannt ihre neuesten Lieder promoten, und Festival-Feeling pur vermitteln – die Musik sorgt dafür, dass jeder irgendwann mitwippt, und verleiht einem wunderschönen Flohmarkt-Nachmittag den perfekten Ausklang.

Termine, Miete und Anmeldung

Der Nowkoelln Markt ist ein rares Schmuckstück, denn nur einmal im Monat kann man dort Schätze entdecken oder loswerden. Jeden dritten Sonntag eines Monats wird von 10-18 Uhr Altes, Neues und Schönes feilgeboten. Wer selber gerne seine nicht mehr getragenen Klamotten, die aussortierten Sachen aus Omas Keller oder was auch immer loswerden möchte, kann ohne Probleme auf dem Nowkoelln Flowmarkt die Seiten wechseln und Verkäufer werden. Die Mieten sind absolut moderat (1-Meter-Tisch gibts für zehn Euro), auch Bands können sich auf der Anmeldungs-Page bewerben. Allerdings ist der Flohmarkt in Neukoelln mittlerweile heiß begehrt: Wer einen Stand mieten will, sollte also mindestens einen Monat im Voraus planen – und buchen! Die nächsten Termine können ebenfalls auf der Homepage eingesehen werden.

2 Meinungen

  1. …danke für den Tipp, werde ihm nächsten Monat auf jeden Fall einen Besuch abstatten…habt ihr eig auch die 10 besten Flohmärkte Berlins?

  2. der Flohmarkt am Boxhagener Platz ist auch eine nette Alternative, hier ein Bericht dazu:
    http://blog.inberlin.de/2011/02/berliner-flohmaerkte-teil-eins-boxhagener-platz/

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