Der ewige Verlierer

Um es gleich vorweg zu sagen. Natürlich sind Sportredakteure auch ein bisschen parteiisch. Natürlich bemühen sie sich, dass das nicht sofort auffällt. Bei der Ski-WM in Oberstdorf haben natürlich die italienischen Kollegen gejubelt, wenn ein Italiener Gold geholt hat. Die deutsche Journalisten etwas zurückhaltender, wenn Deutschland eine Medaille errungen hat.

Bei der DTM halte ich als Audi-Fahrer natürlich zu Audi. In der letzten Zeit hatten wir als Audi-Fans nicht viel zu jubeln. Mercedes hat klar den Takt angegeben. Aber gestern war Audi klar vorn! Und vielleicht gibt es heute ein reines Audi-Podium. Würde Audi zu dominant, würde ich heimlich zu Mercedes halten, damit die Serie spannend bleibt. Es gibt doch nicht langweiligeres, als wenn drei oder vier Rennen vor Schluss der Meister schon fest stehen würde. Wie öde war die Dominanz von Schumacher in der Formel 1 oder des FC Bayern in der Bundesliga. Wie spannend war die Formel 1 und die Bundesliga in der letzten Saison, weil bis zum Schluss noch alles drin war. In der Formel 1, so weit ich mich erinnern kann, zumindest theoretisch.

Natürlich halte ich zu den Deutschen, wenn es um internationale Veranstaltungen geht, z.B. auch zu der Deutsche Handballnationalmannschaft. Aber wenn im Tennis Roger Federer gegen einen anderen Tennisspieler spielt, halte ich zu dem Underdog. Obwohl ich Federer, oft schon bei der Gerry Weber Open fotografiert, für einen sehr sympathischen Sportler halte. Aber er ist der Schumacher im Tennis Zirkus.

Mit dieser Einstellung bin ich natürlich meist der Verlierer. Denn oft, wenn auch nicht immer, gewinnen die Stars, die Topp-Sportler. Auch wenn ich dann am Ende etwas sauer bin, immer mit dem guten Gefühl: Ich habe die Daumen für den Richtigen gehalten.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*