Dauerbrenner Erkältung: Warum wir gegen Schnupfen & Co nicht immun werden

Dauerbrenner Erkältung: Warum wir gegen Schnupfen & Co nicht immun werdenRund 200 bis 300 Erkältungen suchen uns im Laufe unseres Lebens heim. Da stellt sich die Frage, warum sich unsere körpereigenen Abwehrkräfte nicht auf die Erkältungsviren einstellen und uns immun machen. Die Antwort kommt hier.





Bei Masern ist es eine eindeutige und vor allem einmalige Angelegenheit. Man erkrankt daran – und ist anschließend für den Rest seines Lebens gegen die Krankheit immun. Nicht so bei Schnupfen und Husten. Ist die eine Erkältung abgeklungen, folgt gefühlt direkt im Anschluss schon die nächste. Offensichtlich ist unser Immunsystem nicht in der Lage, die Erreger dauerhaft in Schach zu halten. Warum aber ist das so?

Enorm hohe Zahl an unterschiedlichen Erkältungsviren

Der wichtigste Grund: Es gibt nicht nur einige wenige Virenarten, die Erkältungen verursachen – sondern mehr als 200 verschiedene Erreger! Sie alle rufen mehr oder weniger die gleichen  Symptome hervor, sind aber unterschiedlich aufgebaut. Das bedeutet: Hat sich das Immunsystem auf einen Virus eingestellt, sieht es sich schon mit dem nächsten konfrontiert. Die körpereigenen Abwehrkräfte müssen also mit einem neuen Erreger fertig werden, und das dauert in der Regel einige Tage. In der Zwischenzeit drohen Schnupfen, Husten und Halsweh.

Bei der echten Grippe sieht es übrigens anders aus. Sie wird alljährlich nur von drei bis sechs verschiedenen Erregern verursacht, deshalb gibt es auch Impfungen gegen die Grippe.

Erkältungserreger sind extrem variantenreich und trickreich

Es ist aber nicht nur die große Zahl an Virenarten, die für die ständigen Erkältungen verantwortlich ist. Die Erreger mutieren auch noch permanent. Schon minimale Veränderungen sorgen dafür, dass sich die äußere Gestalt der Erreger verändert – und nur anhand der äußeren Form kann das Immunsystem die Viren erkennen. Gibt es eine Mutation, tappt das Abwehrsystem also zunächst im Dunkeln. Erkältungserreger sind darüber hinaus äußerst trickreich. Sie können das Immunsystem unterlaufen und täuschen. So sorgen einige Viren dafür, dass sich das Immunsystem nicht ihre äußere Gestalt einprägen kann. Sieht sich der Organismus erneut mit den identischen Erregern konfrontiert, erkennt er sie nicht als Angreifer und die Erkältung plagt uns einige Tage. Danach sind wir wieder fit – bis der nächste Erkältungserreger seine Aufwartung macht.


Bild: Thinkstock, 454955385, iStock, MR & PR

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