?Das wahre Leben beginnt erst mit dem Tod? An? und Einsichten in die Gedankenwelt von Fanatikern

Der Junge sagt: „ Der Tag,
an dem ich sterbe, wird der glücklichste Tag meines Lebens sein.“ Er ist
Siebzehn. Den Koran kann er auswendig, verstehen kann er ihn nicht. Er kann
kein arabisch. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, glaubt er sich im
Recht, er will kämpfen, gegen die „Gottlosen“ und die „Ungläubigen“. Liest man
die Zeilen, kann man den Jungen sehen, verstehen kann man ihn nicht.
 
Die Episode über den Jungen
aus Quetta (Pakistan) gehört zu dem eindrucksvollsten, was ich seit langem
gelesen habe. Sie sticht sogar noch aus dem brillanten Text von Bruno Schirra
hervor. Schirra beschreibt darin die Welt muslimischer Fanatiker. Fanatiker?
Man kann auch sagen Gläubige. Gläubige, die ihren Glauben absolut setzen und
keine andere Weltsicht oder Erklärung der Realität mehr dulden. Er beschreibt
wie der Glauben sie blendet, wie er sie blind macht, wie er ihr Leben zerstört.

 
Er portraitiert den Vater
Mohammed Attas. Sein Sohn war einer der Todespiloten des 11. September 2001.
Atta senior redet in der einen Sekunde davon, dass nur „die Juden“, der Mossad,
hinter den Anschlägen stecken könne und just in der nächsten Sekunde rühmt er
die Anschläge als heldenhaften muslimischen Widerstand. Die Logik bleibt dabei
auf der Strecke.
 
Obwohl der Text bereits aus
dem Jahre 2004 stammt, hat er nichts von seiner Aktualität verloren.
 
Bruno Schirra: „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod.“ (Cicero Mai 2004)

2 Meinungen

  1. „Stirb und werde!Und so lang du das nicht hast,Dieses: Stirb und werde!Bist du nur ein trüber GastAuf der dunklen Erde.“(Johann Wolfgang von Goethe 1814, aus „Selige Sehnsucht“ )Ist noch nicht lange her, da hatte solcher Unfug auch bei uns noch Konjunktur.

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