Das perfekte Verbrechen

In „Das perfekte Verbrechen“ plant Hopkins als eifersüchtiger Millionär Ted Crawford den Mord an seiner schönen, aber abtrünnigen Frau Jennifer (Embeth Davidtz). Ist es tatsächlich Zufall, dass Detective Rob Nunally (Billy Burke), der als erster am Tatort eintrifft, ausgerechnet Crawfords Nebenbuhler ist? Jedenfalls muss Nunally seine Geliebte Jennifer blutüberströmt und schwer verletzt in Crawfords Villa finden. Der tatverdächtige Crawford bekennt sich seinerseits sofort schuldig. Die Waffe, mit der er auf seine Frau geschossen haben will, bleibt allerdings unauffindbar.

Keine Beweise

Crawford ist sich so sicher, dass man ihm nichts nachweisen kann, dass er sich vor Gericht sogar selbst verteidigen will. Dabei trifft er auf den ebenso jungen wie ehrgeizigen Staatsanwalt Willy Beachum (Ryan Gosling). Beachum ist längst auf dem Sprung in eine renommierte Anwaltskanzlei für Superreiche. Crawford zu überführen, soll sein letzter Job als Staatsanwalt sein und zugleich ein routiniertes Meisterstück. Dabei hat Beachum jedoch nicht mit der boshaften Raffinesse seines gewieften Gegners gerechnet. Schnell wird klar, wer vor Gericht die Fäden zieht.

Hopkins: geniales Spiel

Die Inszenierung Gregory Hoblits lebt zweifellos von Hopkins genialem Spiel, ein Spiel, das Gosling zu parieren versucht. Leider gelingt es Gosling dabei kaum, Hopkins Paroli zu bieten. Zwar wirkt sein Spiel routiniert, aber neben einem Anthony Hopkins eben viel zu blass, fast blutleer. Zudem wird man das Gefühl nicht los, mitten in einem Déjà-vu zu stecken und die ganze Story so ähnlich schon einmal gesehen zu haben. Trotzdem: Hopkins herrlich teuflisches Grinsen ist sicher schon den halben Eintritt wert.

Das perfekte Verbrechen?

Wie auf dem Blog von wired nachzulesen ist, hat ein – bislang – Unbekannter einen Geldautomaten vom Typ "Tranax MiniBank 1500" derart manipuliert, dass die Maschine davon ausging, in dem Schacht mit den 20-Dollar-Noten befinden sich lediglich Fuenf-Dollar-Scheine.

Dies fuehrte dazu, dass der Apparat vier Mal so viel Geld herausgab, wie vom Kunden angefordert und das entsprechende Konto de facto nur zu einem Viertel belastete. Brisant daran ist, dass der Uebeltaeter offenbar die Bedienungsanleitung fuer den Tranax im Internet gefunden und das Geraet direkt vor Ort ueber das numerische Keypad umprogrammiert hat.

Halt. Ihr braucht jetzt nicht nach Bedienungsanleitungen von Geldautomaten zu googeln. Hier ist sie schon. Aber mit einem 'normalen' deutschen Girokonto wuerde man als Abhebender ja schnell identifiziert werden. Das perfide an diesem Verbrechen ist die Verwendung einer anonymen prepaid Kreditkarte.

Der Hersteller hat mittlerweile zugegeben, dass es Monate dauern wird, die Geldautomaten in allen Bundesstaaten zu ueberprufen und statt der (hier offensichtlich verwendeten) Standardpasswoerter mit neuen Passwoertern zu versehen.Das Ganze ist uebrigens nur deshalb aufgeflogen, weil er den Geldautomaten nach der Auszahlung nicht zurueckgesetzt hat und nach neun Tagen eine ehrliche Kundin den Fehler gemeldet hatte.
Mehr Infos ueber diesen Hack von CNN auf YouTube:

hit any key 2 continue

-m*sh-

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