Cool Cymru – cool Britannia. Mode in Wales?

Das "Alte Britannien" wird laut Harpers’ Bazaar am besten repräsentiert durch

1. Eine steife Oberlippe – a stiff upper lip
2. Makelloses Benehmen
3. Winston Churchill
89 % der Briten mögen Kartoffelbrei als Essen, das glücklich macht (comfort food)

Okay!
Das "Neue Britannien" wird laut Harpers am besten repräsentiert durch

1. Kate Moss
2. Multikulturelle Gesellschaft
3. Durch Prolls! ((Really / interesting – auch in Wales habe ich so kleine Möchtegerns – CHAVS – kennengelernt!)

Viele Waliser Mitte dreissig (nicht alle) sind oft irgendwie (dem Anschein nach) im Stress oder auf Wohnungssuche oder Jobsuche, wollen sich ihrem Nachbarn beweisen, oder, oder…, oder Waliser sind sehr gute Sänger – fast jeder gehört hier einem Chor an. Waliser beschweren sich nicht so wie viele in Deutschland. Waliser generell sind nicht so modern gekleidet, wie in anderen Ländern. Bei den Männern fällt das noch eher auf. Das hängt mit der relativen Armut hier zusammen. Ich schreibe so von meinem Gesamteindruck. Walisische Friseure, die ich kennengelernt habe, sind gut. Ich will meinen Lieblingssalon Richard Lloyd in Aberystwyth einmal nennen. Für Waschen, Schneiden, Fönen bezahle ich da umgerechnet 45 Euro.
Viele Leute in Wales können sich keine Zahnbehandlungen leisten (aua, aua, aua!!!) oder es gibt gar keinen Zahnarzt. Ich muss gestehen – selbst nach sieben Jahren lasse ich mich immer noch in Deutschland behandeln.
Viele Teenager in Wales werden schwanger.
Toast ist eine Modemarke aus Wales – und jeder kennt Laura Ashley (die sind aber nicht mehr so erfolgreich wie früher)…….

Ach ja genau, heute abend ist ja im Fussballeuropa ein grosser Kampftag aus dem Londoner Wembleystadium, das 30. Match zwischen England und Deutschland. In London ist das DFB-Team seit 28 Jahren ungeschlagen. Auf welcher Seite die meisten Waliser wohl stehen?

Hwyl ersteinmal wieder! Tschüssi aus Wales.
TBC = TO BE CONTINUED

2 Meinungen

  1. Die Waliser scheinen ein nettes Völkchen zu sein. Ich frage mich allerdings, ob sie sich wirklich durch Kate Moss repräsentiert fühlen. Diese dürre, langweilige und scheußlich gestylte Person will so gar nicht zu der einfachen Schäfchen-Idylle passen, die hier beschrieben wird. Dass makelloses Benehmen durch eine Art von Proll-Kultur ersetzt wurde, gibt mir jedoch zu Denken. Scheint trendy umd mittlerweile sogar gesellschaftsfähig zu sein. Ich bin immer wieder schockiert, wenn ich hierzulande Verkehrsmittel nutzen muss, was zum Glück selten der Fall ist. Was man da so beobachtet oder zu hören bekommt, lässt einen an der Menschheit verzweifeln. Doof, laut und aggressiv. Aber wahrscheinlich bin ich einfach zu “uncool” für die heutige Zeit …

  2. @ Mary > danke, diolch yn fawr für Deinen Kommentar! Ja, ich habe im Laufe der Zeit “nette” Waliser kennengelernt. Of course ;).Nein, die Waliser fühlen sich ganz und gar nicht durch Kate Moss repräsentiert. Gibt andere, richtige Probleme hier. Ich bin auch kein Catherine Zeta Jones (sie ist echte Waliserin) Fan und dergleichen.Zur Schäfchenidylle passt die Fleece Jacke. Ich habe drei: eine in lila, eine grün weisse und eine schwarze. In Wales ist praktische Kleidung wichtig. Ich hatte mal eine Wachsjacke (grün), die ist aber abgetragen. Im Herbst will ich mal schauen, ob ich mir eine neue leiste. Wellies, Wellington Gummistiefel sind auch wichtig in Wales.Mit makellos meine ich mehr den Schirm, Scham und Melone Charakter und die dazugehörige Freundlichkeit. In der Nationalbibliothek in Aberystwyth arbeitet ein Herr, der einen karierten Anzüge trägt. Er ist 36 oder so und hat in Cambridge Examen gemacht. Er ist sehr ruhig und höflich. Etwas altmodisch allerdings, was natürlich okay ist.Ich bin auch ganz und gar nicht für Proll!Alle Leute sind anders – und im Grossen und Ganzen finde ich es schön, wenn jeder seinen eigenen Stil hat. Den Aus-dem-Bett-gefallen Look mag ich einfach nicht, auch wenn die Frau oder der Mann natürlich trotzdem okay ist.AnnetteHabe das gerade im Satireblog gelesen (es geht um Camilla): – ist ja nicht ohne – NATÜRLICH SOLLTE DER CHARAKTER ZÄHLEN!!”Kann es denn möglich sein, dass scheiße aussehen einfach nur “very british” ist? Auch mich fragten Freunde schon des öfteren, wenn ich, wie an jedem Freitagabend, mit selbstgeschneiderter Frisur, ausgeschlagenen Vorderzähnen und schmuddeligem Schal durch die örtlichen Discountkneipen flanierte, wann ich denn endlich einen britischen Pass beantragen würde! Dabei, ich will ja nicht Königin werden!Leider scheint auch in England wie in aller Herrgottsländer zu gelten, dass ein hübsches Gesicht mehr zählt, als ein hübscher Charakter.”

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