Chefsache U-Bahn

Armut, was ‘n das? Armut ist ein Leuchten von innen, sagt Rilke. Gunnar Schupelius, BZ-Kreuzritter des “gerechten Zorns”, schwillt bei soviel lyrischem Phlegma der Hals, erst recht wenn es um die Chefsache ‘Berliner U-Bahn’ geht: “uralt, schmutzig, beschmiert. Viele stinken.” So geht das nicht, meint BVG-Goldcard-Inhaber Schupelius: Berlin mag arm sein, doch was eine richtige Armut sein will, das braucht auch Stil. Wir sind doch hier nicht in der Dritten Welt! Bestimmt nicht. Wie wär es sonst möglich, so einen Vergleich zu ziehen? Im übrigen haben wir auch so unsre Probleme: Ein Siebenjähriger demoliert in Karlshorst 16 Autos. Und gibt zu Protokoll: “Ich bin frustriert gewesen.” Der Junge fährt U-Bahn, wetten?

3 Meinungen

  1. Gunnar Schupelius?ist das der, der bei diesem neoliberalen schüttelblog mitschreibt?www.libertas-cara.deächz.

  2. gunnar schupelius

    Lieber Sascha Josuweit,Danke, dass Sie mich gemeinsam mit Rilke zitieren. You made my day!Jetzt muß ich noch anmerken, dass ich nicht im Besitz einer BVG-Goldcard, sondern einer BVG-Jahrekarte bin.Richtig ist, dass ich als Vielfahrer die Lage im Underground vorzüglich beurteilen kann.Wollen wir mal zusammen Zoo-Alex hinter uns bringen?Alternativ schlage ich Heine-Straße-Gesundbrunnen vor.

  3. Sascha Josuweit

    Kuckuck, Herr Schupelius,Sie und Rilke – dacht ich’s mir, dass das passt. Ihre Einladung muss ich leider ablehnen: Ich fahr ja überhaupt nur noch Taxi.

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