Blick in den Nachthimmel

Im Moment ist eine gute Zeit für die Astrofotografie. Mit einem guten Teleobjektiv (300mm und mehr) lassen sich schon ganz gute Aufnahmen vom Nachhimmel auf die Datenträger Film und Chip festhalten.

Die bedeutensten Himmelskörper sind die Sonne und der Mond. Wenn nicht gerade eine Sonnenfinsternis ansteht, ist das Zentralgestirn unseres Sonnensystems nicht ganz so spektakulär. Außerdem ist es absolut unerläßlich mit Spezialfiltervorsätzen zu arbeiten, will man nicht sein Augenlicht und Ausrüstung schädigen.

Mond

Besser als die Sonne ist der Mond geeignet abgelichtet zu werden. Die Mondkraterstruktur zeichnet sich mit Seitenlicht am besten ab, also während der ab- bzw. zunehmenden Mondphasen.

Besonders beeindruckende Bilder lassen sich in den Augustnächten auch mit Weitwinkelobjektiven machen.

In der Zeit vom 17. Juli bis zum 24. August 2006 lassen sich die Perseiden beobachten. Die Perseiden, auch unter dem Namen “Laurentiustränen” bekannt, sind alljährlich wiederauftretenden Sternschnuppenaktivitäten. Mehr dazu auf der Seiten:

http://www.astronomie-halle.de/ereignisse/meteore/perseiden.html
http://spaceweather.com/meteors/gallery_12aug06.htm

2 Meinungen

  1. Wie ist das eigentlich mit der Belichtung bei Nachtaufnahmen vom Mond? Intuitiv ist man in der Nacht auf extrem lange Belichtungszeiten trotz offener Blende gefaßt. Weil Himmelskörper während dieser Zeit auswandern, sollte die Kamera vielleicht nachgeführt werden. Oder ist das unnötig? Es läßt sich eine Überlegung anstellen, die eigentlich ganz naheliegend ist und trotzdem etwas verblüffend wirkt: Man belichtet eine Aufnahme mit dem nächtlichen Mond genauso wie irgendein sonnenbeschienenes Objekt bei Tageslicht, schließlich ist die Sichel des Mondes nichts anderes als ein Motiv im vollen Sonnenlicht. Also ist die bekannte (Faust-) Regel von der „magischen 16“ anzuwenden; wie für andere Motive bei Sonnenschein. Demnach ist als Belichtungszeit bei Blende 16 der Kehrwert der ASA-Empfindlichkeit des Filmmaterials einzustellen, nämlich bei 100 ASA (oder ISO) eine hundertstel Sekunde, bei 200 ASA etwa eine zweihundert(fünfzig)stel Sekunde und so weiter.

  2. Danke Peter für deinen ausführlichen Kommentar. Ich habe bisher alle Mondaufnahmen ohne Nachführung machen können, da die Belichtungszeiten für Nachtaufnahmen recht kurz sind und die verwendete Brennweite den Erdtrabanten nicht formatfüllend abbildet. Bei anderen Himmelskörpern des Nachthimmels ist eine Nachführung sinnvoll. Aber auch mit dem Effekt des Auswanders von Himmelskörper lassen sich sehr schöne Aufnahmen machen. Hierbei erscheinen bis auf den Polarstern die leuchtenden Himmelskörper in kreisförmigen Lichtstreifen. Am besten gelingen solche Aufnahmen mit einem Weitwinkel.

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