Bayern München entgeht auf dem Hamburger Kiez einer weiteren Schmach!

In diesem wirkten die Bayern nämlich ziemlich verkrampft und
motivationslos. Von Beginn an versuchte St. Pauli sein Spiel aufzuziehen und
übte Druck auf die Bayern Defensive aus. Belohnt werden sollte dieses
Engagement, über das ganze Spiel hinweg, leider nicht, da entweder die
Abwehrtürme Münchens, Ismael und Lucio, dazwischenfunkten, Oliver Kahn eine Glanzparade
zeigte oder den Kiezkickern einfach das fussballerische Vermögen oder das nötige
Quäntchen Glück fehlte.
 
Jenes Fortune hatten die Bayern in der 16. Minute, als Owen
Hargreaves aus 25. Metern einen Flatterball abfeuerte und Achim Hollerieth,
Keeper vom FC St. Pauli, alt aussehen liess, da dieser den Ball hätte halten
müssen. Es wirkte so, als ob der Torhüter Wurzeln geschlagen hätte und nicht rechtzeitig
vom Fleck weg kam.
 
Trotz 5 Becks ( Schande über mich! Bremer Bier zum Pauli
Spiel!) hatte ich von diesem Moment an die Hoffnung auf einen Sieg Paulis begraben
und schaute voller Enttäuschung weiter auf den Bildschirm. Meine eisige Laune wollte
sich bis zur 60. Minute auch nicht erwärmen lassen bis es urplötzlich dazu kam,
dass der Bundesliga-Tabellenführer anfing zu wanken und St. Pauli dem Ausgleich
nahe. Ich wurde wieder hellwach und brüllte bei jeder vergebenen Chance des
Regionalligisten meinen Fernseher an.
 
Leider, leider sollte die Pille nicht ins Tor und so kam es,
dass die Münchner in ihrem typischen Stil den Sack zu machten und kurz vor
Schluss, durch Pizarro Doppelpack, noch die Treffer zwei und drei erzielten.
Makaay, Ballack und Co. hatten sich den Aufenthalt im Millerntorstadion mit Sicherheit
garantiert nicht in einem solch komplizierten Ausmasse vorgestellt.
 
„Es war ein hartes Stück Arbeit, was wir auch erwartet
haben. St. Pauli hat 90 Minuten gefightet, ist ein hohes Tempo gegangen und hat
es durchgehalten. Das hat mich schon gewundert“, erkannte Felix Magath nach dem
Spiel und auch ansonsten wurde dem Regionalligisten viel Respekt
entgegengebracht. Uli Hoeneß: „Wir sind glücklich, dass wir bei dieser tollen
Atmosphäre und trotz des großen Fights des Gegners das Finale erreicht haben.
Nach der Führung sind wir in Schwierigkeiten gekommen, erst gegen Ende haben
wir unsere Routine ausgespielt.“

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