Barcelona: So geht es nicht…

Was war passiert? Audi ist als Tabellenführer nach Barcelona angereist. Mit der zweiten Pole Position hatte Martin Tomczyk die beste Ausgangsituation für das Rennen und auch für die Ambition auf den Meistertitel. Der Tabellenführer Mattias Ekström (Audi) musste, von Platz zehn aus, versuchen, ganz nach vorne zu fahren. Aber wer den Schweden kennt, weiß, dass ein Podiumsplatz trotzdem möglich ist.

Nach kurzem Gerangel mit dem Doppelweltmeister Mika Häkkinen (Mercedes) konnte Tomczyk seinen demolierten Audi in der Box abstellen. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Auch Ekström wurde von dem Mercedes-Piloten Daniel la Rosa unsanft ins Aus befördert. Von la Rosa noch nicht einmal eine Entschuldigung! Darauf hin hat der Motorsportchef von Audi Dr. Wolfgang Ullrich seine Rennboliden in die Box befohlen.

Natürlich lässt sich kein Racer gern überholen. Natürlich geht es auch bei denen, die eher hinterher fahren, darum, zu punkten, um im nächsten Jahr wieder ein attraktives Cockpit in der DTM zu bekommen.

So, aber nicht! Sport, auch oder gerade Motorsport, sollte fair bleiben. Rennfahrer, die mit der Meisterschaft nichts mehr zu tun haben, sollten auch einmal zurückstecken können. Denn schnell wird der Ruf nach Stallhilfe laut, zumal nur zwei Marken in dieser Meisterschaft fahren.

Die Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) ist eine tolle Serie, die viele Freunde hat und attraktiven Motorsport bietet. Leider war dieser Sonntag keine Werbung für die DTM. Die Rennveranstaltung erinnerte mich frappierend an das Saisonfinale der STW 1999 auf dem Nürburgring. Auch dort haben die Markenkollegen die Gegner reihenweise aus dem Weg geräumt. Am Ende musste der Titel wieder abgegeben werden. Das hat die DTM nicht verdient. Hoffen wir am 14. Oktober auf ein faires Finale auf dem Hockenheimring.

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