Barbarisch gut

Schon lange bevor sie mit den Tomb Raider-Spielen für Furore sorgten, haben die Jungs von Core Design gezeigt, dass sie richtig tolle Games entwickeln können. Das Jump’n’Run Torvak the Warrior war so ein Game. Doch obwohl es bei seinem Erscheinen für den Amiga vor mittlerweile 16 Jahren gute bis sehr gute Testkritiken abstaubte, gehört das Spiel zu der Sorte „War gut, kann sich aber keiner mehr dran erinnern". Das wird sofort geändert!

 Nieder mit dir!

Der Spieler schlüpft in die Rolle des titelgebenden Helden, dessen Dorf von einem üblen Schurken platt gemacht wurde. Unser Krieger findet das natürlich nicht sehr lustig und startet daraufhin seine Vendetta. Na, wenn das mal keine abgeschmackte Hintergrundstory ist. Aber Storys sind bei Hüpfern sowieso Nebensache, also schnappen wir uns unsere Axt und schnetzeln uns durch die Gegnerhorden. Die sind zu Beginn noch recht einfach zu meistern: wir schlagen uns recht wacker durch Orks, aggressive Insekten und die gefährliche Flora. Doch schon bald zieht der Schwierigkeitsgrad an, zunächst im Sumpfgebiet, wo fiese Zombies, Rattenmenschen und fliegende Piranhas ihr Unwesen treiben, danach geht es über Berge und einen Dschungel bis man schließlich zum Schloß des Obermotzes gelangt, wenn man nicht vorher von Scorpionen, Goblins oder kannibalistischen Amazonen niedergemacht wurde. Gegen Ende ist der Schwierigkeitsgrad ganz schön heftig!

 Jump!

Die Steuerung ist sehr gut gelungen (ich schwöre da ja auf den Competition Pro). Man kann die Gegner im Knien oder während des Sprungs angreifen und neben dem Schwert kommen auch Äxte und Morgensterne zum Einsatz. Für Abwechslung ist auch leveltechnisch gesorgt: die 5 Welten unterscheiden sich optisch voneinander und zudem kann man in Statuen und Grabsteinen einen Haufen Extras, wie Schätze oder zusätzliche Power, entdecken. Kurzum: Torvak the Warrior macht barbarisch Spaß! Ganz neu war das alles auch damals schon nicht: eingefleischte C64-Fans werden z.B. bestimmt eine Menge Parallelen zu Rastan (1987, Imagine) entdecken.

 Feind von hinten!

Wie bei fast allen Retro-Game-Empfehlungen meinerseits gilt: am besten daddelt man das
Spiel auf der Originalhardware. Wer aus unerfindlichen Gründen weder einen Amiga noch einen ST bei sich zu Hause rumstehen hat oder wem es zu umständlich sein sollte, sich die Hardware und das entsprechende Spiel z.B. zu ersteigern, dem sei der tolle Emulator WinUAE empfohlen, der allerdings etwas Einarbeitung erfordert.

 Am Abgrund…

Das Spiel erschien für Commodores Amiga und den Atari ST.

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6 Meinungen

  1. Wer bestimmt auch keine Langeweile hat, ist dieser Typ hier, einfach unglaublich:http://www.beehave.de/forum/viewtopic.php?t=846

  2. was mir ja auffällt ist, daß die ganzen Spiele mit „realistischer Physik“ offenbar auf einer Welt spielen, die eine Erdanziehungskraft ähnlicher der des Mondes hat statt der der Erde.

  3. Ja kenne ich. Zum Glück kenne ich jemand der noch einen intakten Commodore hat. Wie ich diese miesen Orks gehasst habe.

  4. Dacht ich wär der Einzige der dieses Game kennt 🙂

  5. mich erinnert es ein bischen an barbarian 1 und 2. kennt das noch jemand?

  6. Ja, hat wirklich ein wenig Ähnlichkeit mit Barbarian, nur dass man hier bei TORVAK deutlich mehr Jump’n’Run-Elemente hat.

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