Audi A8 Test: Unterwegs im Ingolstädter Flaggschiff

Die neue S-Klasse beantworten die Ingolstädter mit einem umfassend modernisierten Audi A8. Wir fuhren einen umfassend ausgestatteten Achtzylinder in Cuvéesilber, der sich im Test mit knapp zehn Litern nur maßvoll einschenkte.

Unterwegs im neuen Audi A8 4.0 TFSI ©Arild Eichbaum

Düsseldorf, Regen – die Frisur sitzt schlecht, der Fahrer des Audi A8 4.0 TFSI indes prächtig. Das liegt unter anderem an den Komfortsitzen mit 22-Wege-Verstellung, Belüftung und Massagefunktion. So kann es zwar etwas dauern, bis das ideale Setup gefunden ist, doch lässt sich das im modellgepflegten Audi A8 glücklicherweise speichern. So bleibt auch mehr Zeit, sich der Orgie von Valcona-Leder, Alcantara, Pappelmaserholz und gebürstetem Aluminium zu widmen, die dem Innenraum der Audi-Limousine eine umwerfende Eleganz verleiht. Immerhin steigert dieses umfangreiche Optionspaket den Audi A8 Preis des an eine unmerklich arbeitende Achtstufen-tiptronic gekoppelten Vierliter-Benziners von 96.900 um 4.400 Euro, da darf der Kunde mit Recht allerhand erwarten.

 

An Fahrdynamik mangelt’s im Audi A8 keineswegs

Der Audi A8 4.0 TFSI ist aber nicht als Stehzeug gedacht und will daher gefahren werden – und das sorgt für große Freude. Bei Halbgas ist der Biturbo-V8 überhörbar, bei festem Tritt auf den Pinsel röhrt der Achtender auf und schießt geschmeidig in 4,5 Sekunden von 0 auf 100. Nach innen dringen lediglich Windgeräusche, der Antriebsstrang selbst ist bestens isoliert. Satte 320 kW/ 435 PS und 600 Nm Drehmoment machen dem 2,0-Tonnen-Salon Beine und sorgen zusammen mit der präzisen Dynamiklenkung, dem quattro-Antrieb und der adaptive air suspension für beachtliche Fahrfreude. Kurven durcheilt der neue Audi A8 als wären sie Geraden, ohne dabei auch nur einen Anflug von unbequemer Härte zu zeigen. Auch die Fahraktivität zeichnet das Luxusauto aus und macht es für Selbstfahrer sehr attraktiv.

 

Auf die Extras kommt’s auch beim Audi A8 4.0 TFSI an!

Was beim Audi A8 Test für besondere Freude sorgte, waren die feinen Details und Extras: Die optionale Bose Audio System sorgte für überragenden Klanggenuss, die 20-Zoll-Alufelgen für gesteigerte optische Präsenz, die Matrix LED-Scheinwerfer für in wortwörtlichem wie übertragenem Sinne wegweisende Ausleuchtung, der Komfortschlüssel mit sensorgesteuerter Heckklappenentriegelung und elektrischer Öffnung für einfachen Tugriff auf den Kofferraum des A8. Dessen 520 Liter Volumen verschlingen das Reisegepäck von vier Personen ohne Aufhebens. Denn warum sich zu dritt in den Fond quetschen, wenn sich das mittlere Rückenpolster der für 3.450 Euro erhältlichen Einzel-Fondsitze in einen großzügige Armlehne verwandeln lässt?

 

Fazit vom Audi A8 Test

Unser Fazit vom Audi A8 Test fällt kurz aus: Wozu den Audi A8 L, wenn Selbstfahren soviel Spaß machen kann? Mit dem 4.0 TFSI ist das Flaggschiff der Marke mit den vier Ringen souverän motorisiert und sorgt nicht nur für entspanntes Reisen, sondern auch dank der zahlreichen Assistenzsysteme gleichfalls für entspanntes Ankommen. Wohl dem, der sich einen A8 kaufen kann!

 

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