Amerikanisch

Oberleitungen

Die elektrischen und Telefonleitungen sind in diesem Land oberhalb des Erdbodens, in Höhe der Häuserdächer verlegt. Ganze Netze von Leitungen spannen sich so durch die Stadt. Man kann sich mit wenig Fantasie vorstellen, welch Chaos ausbricht, wenn mal ein Sturm das Land überzieht (oder eine Flut).

Jeden Tag was Neues anziehen

Es ist tatsächlich so, jemand, der am nächsten Tag dasselbe T-Shirt und die Hose wieder anzieht, wird schnell mal mit hochgezogenen Augebrauen gefragt ‚Oh, heute nacht nicht zu Hause geschlafen?’

Sandwich zum Mittag

Während in Deutschland das Mittagessen oft die Hauptmahlzeit für mich darstellte, verschiebt sich das hier auf den Abend. Da verabredet man sich, lädt Freunde nach Hause ein, probiert neue Restaurants aus. Eine Umstellung für den Magen und den Geldbeutel. Die Preise für dinners sind nämlich um einiges happiger als die fürs Sandwich zu Mittag. Aber es ist eine schöne Gelegenheit to socialize – sich kennenzulernen, zu quatschen.

Kaffee in allen Varianten, am liebsten eigene Tasse mitgebracht und aufgefüllt

Die Tassen sprechen oft für sich. Jede Uni hat ihr eigenes Logo, jede Stadt ihr Wappen draufgedruckt. Man kann also entweder ein statement abgeben mit seiner Kaffeetasse am frühen Morgen, nach dem Motto ‚Hey, ich bin der Harvard guy’ oder sich als Tourist mit Sammlerwut outen.

Klimaanlagen

Immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Draußen sind 35 Grad Hitze, im Supermarkt friert man sich einen ab. Ebenso im Bus. Es wird immer übertrieben und der neue Ami oder Einwanderer lernt schnell: Strickjacken, Westen und ähnliche Überwürfe kann man nie genug haben!

Nun fängt mein Urlaub in Deutschland an. Da werde ich die Kolumne andersherum schreiben: was fällt mir auf, wenn ich zurückgehe? Was hat sich für mich verändert, wie habe ich mich verändert? Mehr dazu demnächst in Ihrem American Post unter dem Motto Germany revisited!

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