Alles für den Club

So geschehen bei Lok Leipzig und FC United Manchester. Der
Leipziger Traditionsverein hatte 2004 Insolvenz angemeldet (damals noch unter
dem Namen VfB Leipzig). Daraufhin bauten einige Fans den Verein neu auf und
starteten in der untersten deutschen Spielklasse. Mit durchschlagendem Erfolg.
Teilweise wollten über 12.000 Fans die Spiele der Leipziger in der 3. Kreisklasse
sehen. Mittlerweile hat das Team mit einer Traumserie von 64 gewonnen Spielen den
Aufstieg in die 6. Liga geschafft.
 
Ähnliches vollzog sich beim FC United aus Manchester. Nachdem
der englische Finanzmogul Malcolm Glazer Manchester United gekauft hatte und mit
erhöhten Eintrittspreisen und aggressivem Merchandising viele Fans verärgert
hatte, gründeten die ehemaligen Manchester Fans ihren eigenen Verein. Auch hier
zogen viele Anhänger mit und machten die Spiele ihrer neuen Mannschaft zu
Fußballfesten: im Schnitt kamen 3.000 Zuschauer zu den Heimspielen.
 
Vor kurzem
haben sich die beiden “Protestvereine” gefunden und
veranstalten heute in Leipzig ein Freundschaftsspiel.
 
Das sind zwei erfrischende Beispiele für eine ganz andere
Fußballwelt. Jenseits vom großen Geld und internationalen Titeln existiert da noch so etwas wie die unverfälschte Fankultur, mit Anhängern, die für ihren Club alles tun würden. Das muss einfach wahre Liebe sein…

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