Alben Rundumschau KW15: Timid Tiger, Sebastian Block und Imaginary Cities

Timid Tiger – The Streets are black

Bereits Ende März wurde das neue Album der ehemaligen Cartoonpopper veröffentlicht, erst jetzt fand sich ein Ohr dafür, bzw. mein Ohr dafür. Anders ist es, Timid Tiger wollen offensichtlich nicht mehr im Indiepop stecken bleiben und haben sich dabei sehr weit hinaus gelegt, sind in elektronische Richtungen abgedriftet und schlagen sich smooth, nur das Rappen hätten sie wirklich lassen sollen, das war im Nachhinein während der 90er schon unangenehm und ist jetzt – wo wir alle wissen, dass es unangebracht ist – umso unverzeihlicher.

Die Tanzfläche mag nicht mehr ihr erster Aufenthaltsort sein, dafür stelle man sich sonnige Poollandschaften vor, an denen man mit Cocktail in der Hand liegt. Wer auch im Club Sonnenbrille und weiße Hosen nicht nur im Barber Quartett trägt, der wird mit den aufpolierten Timid Tiger einiges anfangen können, auch wenn die Gorillaz nur allzu gerne um die Ecke luschern.

Und Live geht es ab Mai rund:

14.05.12 Wiesbaden – Schlachthof

15.05.12 München – 59:1

17.05.12 Stuttgart – KellerKlub

18.05.12 Kaiserslautern – Kammgarn

19.05.12 Münster – Gleis 22

21.05.12 Berlin – Magnet

22.05.12 Hamburg – Beatlemania

23.05.12 Köln – Luxor

11.08.12 Open Flair Festival

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Sebastian Block – Es passiert

Jaja, die deutschen Songwriter, sie haben es schon nicht leicht, zu schnell klingen sie so wie alle anderen. Sebastian Block kann sich dem nicht ganz entwinden, bringt aber genügend Energie mit ans Set von „Es passiert“, so dass man ihn wohl zu den Guten zählen kann. Das erinnert nicht selten an eine sonnige Version eines Rio Reisers und textet auch ganz solide. Mehr kann man dazu dann auch nicht sagen, so sind sie eben, die deutschen Songwriter. Mit gutem Willen dabei, manchmal nur etwas der innovativen Ideen ermangelnd. Aber hey, solange es schön in den Ohren liegt.
Und Live ist das sicher total charmant, also hin da.

26.04. Köln – Stereo Wonderland
27.04. Saarburg-Beurich – Altes Offizierscasino
28.04. Aachen – Jakobshof
04.05. Hamburg – Makrele (akustisch)
05.05. Lübeck – Blauer Engel
12.05. Eberswalde – Studentenclub
15.05. Gera – Songtage @ Bürgercafé Steinweg (solo)
19.05. Berlin – WABE
24.05. Weimar – Zum Falken
25.05. Brandenburg an der Havel – Haus der Offiziere
02.06. Erfurt – Stadtgarten /w Ilja Schierbaum
05.06. Wiesbaden – Schlachthof (solo, Support v. MIKROBOY)
07.06. Karlsruhe – Radio Oriente (solo)
28.06. Hildesheim – Kulturfabrik (solo)
10.07. Potsdam – Rubys Unplugged Festival @ Waschhaus
02.08. Erfurt – Steinhaus (solo)
04.08. Berlin – Café St Gaudy (solo)
03.11. Brandenburg an der Havel – Herzschlag (mit Band)

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Imaginary Cities – Temporary Resident

Ihren Song „Hummingbird“ umschwirren ganz viele deutsche Fans, weil der Thees Uhlmann – schon länger mit den Kanadiern befreundet – diesen Song nämlich schick auf seinem jüngsten Album gecovert hat. Ihr Album „Temporary Resident“ ist aber einen ganzen Zacken flotter als die doch sehr melancholische Cover Version und lässt sich am ehesten mit Indierock mit einer Prise Soul beschreiben, wobei sie genau dann punkten, wenn sie so richtig poppig („Hummingbird“) oder etwas angerotzter klingen („Don't Cry“).
Und ja, die Stimme ist schon sehr markant und wird daher sicher die Geister scheiden, aber zumindest ich finde Marti Sarbits Röhre äußerst frisch und peppig, also immer her damit.

Das Album kann man sich übrigens auf der Homepage der Band anhören. Schick, schick.

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