Afrika Cup 2010 in Angola

Vom 10. bis 31. Januar 2010 findet in Angola die 27. Auflage des Afrika Cups statt. Bei der ersten Fußball-Afrikameisterschaft auf angolanischem Boden stehen sich die besten afrikanischen Teams gegenüber, die sich im Rahmen der WM-Qualifikation das Ticket gesichert hatten.

Elfenbeinküste und Ägypten als Favoriten

Neben dem Rekordsieger und Titelträger der letzten beiden Turniere, Ägypten, werden dem Team von der Elfenbeinküste die größten Chancen auf einen Titelgewinn eingeräumt. Während Ägypten bis auf zwei Legionäre, darunter Mohamed Zidan von Borussia Dortmund, in erster Linie auf Profis aus der heimischen Liga baut, ist die Elfenbeinküste mit Topstars aus dem europäischen Vereinsfußball gespickt.

Für die Elfenbeinküste sind dabei vorrangig die bereits erwähnten Didier Drogba, Salomon Kalou von Chelsea London sowie Emmanuel Eboue (FC Arsenal) und die Brüder Yaya (FC Barcelona) und Kolo Touré (Manchester City) zu erwähnen.

Neben den beiden Turnierfavoriten sind die Nationalmannschaften aus Kamerun, Nigeria, Tunesien und dem deutschen WM-Vorrundengegner Ghana im erweiterten Favoritenkreis zu beachten.

Afrika Cup vs. Vereinsfußball

Während sich die Fans auf das alle zwei Jahre sattfindende Fußballfest freuen können, stehen die Vereine der abgestellten Spieler diesem Turnier mit gutem Grund nicht gerade wohlwollend gegenüber. Beispielsweise muss der Club von Michael Ballack, Chelsea London, für maximal vier Wochen auf die Leistungsträger Didier Drogba, Michael Essien, Salomon Kalou und Obi Mikel verzichten. Ganz hart trifft es den französischen Verein OGC Nizza, der gleich acht Akteure abstellen muss.

Aus der Bundesliga müssen mehrere Vereine, wie beispielsweise Hoffenheim, der HSV und Wolfsburg auf wichtige Spieler verzichten.

Togo reist ab

Statt den qualifizierten 16 Mannschaften gehen jedoch nur 15 Teams in vier Vorrundengruppen an den Start, bevor es in der Endrunde im K.O.-Prinzip um die Krone Afrikas geht. Grund für das dezimierte Starterfeld ist die Abreise der togolesischen Nationalmannschaft um Manchester City-Star Emmanuel Adebayor nach einemdem Terroranschlag auf den Mannschaftsbus. Dabei kamen Co-Trainer, Pressesprecher und Busfahrer ums Leben. Ebenso wurden mehrere Funktionäre und zwei Spieler schwer verletzt. Nachdem sich die Mannschaft für den Verbleib entschieden hatte, wurde sie dennoch seitens der Regierung zur Abreise gezwungen.

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