Eine Reise in Afrika ? wüst und poetisch, wild und urkomisch

  
T.C. Boyle schuf mit ´Wassermusik´ zugleich Hymne und Satire auf den Entdecker Mungo Park, der 1795 nach Afrika fuhr, um den Lauf des Niger zu erforschen und dessen Quelle zu finden“ (Kultur Spiegel).
Boyle erzählt von zwei Westafrika-Expeditionen des schottischen Entdeckers Mungo Park, der jeweils in Begleitung seines Buttlers, einem ehemaligen Sklaven, aufbrach. Das Buch ist zugleich Expeditionsbericht, Reiseerzählung und die Geschichte des Londoner Trunkenboldes und Trickbetrügers Ned Rise sowie von Parks Geliebter und späterer Frau Ailie Anderson, die in Schottland auf die Rückkehr des Weltenbummlers wartet. Der Autor stützt sich in seinem Roman auf Mungo Parks Reiseberichte  (z.B. von 1803) erlaubt sich aber „aus Freude und Faszination … keinesfalls aber mit dem Wunsch die darin festgehaltenen Ereignisse genauestens zu rekonstruieren oder für einen Roman zu bearbeiten“ durchaus schriftstellerische Freiheiten. Der intelligente, witzige und spannende Schmöker (rororo 2004) ist jetzt als Hörbuch bzw. eher als Hörspiel erschienen, dass die Geräusche und, wie es beim Hören scheint, selbst die Gerüche transportiert. Eine pralle Groteske erwacht durch dieses Medium zu neuem vielseitigen Leben. Parallel und als roter Faden dazu sei die Romanlektüre empfohlen, denn das 712 Seiten starke Buch wird so auf 4 CDs stark eingekürzt und bleibt dennoch ein Vergnügen. T.C. Boyle: Wassermusik. Hörverlag, München; 4 CDS, 275 Minuten; 19,95 Euro. Als Taschenbuch kostet es 9,90 Euro.
 

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