BILD-Leserreporter in Afghanistan

Dank BILD-Zeitung muss das heutige Freitagsgebet in Afghanistans Moscheen gefürchtet werden. Mit der Veröffentlichung einiger spätpubertärer Geschmacklosigkeiten bringt die BILD-Redaktion bewusst und vorsätzlich deutsche Soldaten in Lebensgefahr. Da muss sich Chefredakteur Diekmann, angeblich ein aktiver deutschnationaler Burschenschaftler, mindestens als vaterlandsloser Geselle bezeichnen lassen [BILDblog: Foto mit dem entblößten Genital könnte den Herrn Diekmann fasziniert haben. Der Phallus spielte nämlich im Leben des Journalisten schon einmal eine herausragende Rolle:

Im Jahr 2002 hatte die TAZ in einem satirischen Artikel die frei erfundene Behauptung aufgestellt, Diekmann habe sich einer Operation zur Penisverlängerung unterzogen. Diekmann, der laut dem Verfasser der Satire Gerhard Henschel „jeden Tag bis zum Hals durch Tränen, Blut und Fruchtwasser watet", klagte daraufhin vor dem Landgericht Berlin auf Schadenersatz. Geld hat er damals nicht zugesprochen bekommen, dafür bescheinigte ihm das Gericht, dass er bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeits-rechtsverletzung anderer sucht. [TAZ: "Bild"-Chef verlängert Penis-Prozess...]

Das Stadium profaner Persönlichkeitsrechtsverletzungen hat der feine Herr Diekmann nun offensichtlich endgültig hinter sich gelassen. Doch was kommt als Nächstes, erklärt die BILD-Zeitung Polen den Krieg? Immerhin weiß die Bundeswehr jetzt, bei wem sie sich für die nächsten Verluste am Hindukusch auch bedanken sollte. Die propagandistische Munition für ihre Hassprediger hat die BILD-Zeitung den Taliban diesmal frei Haus geliefert.

Die Chefarztfrau

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